Klien in Malaysia wieder am Prüfstand:
"Werde alles geben, um im Auto zu bleiben"
- Red-Bull-Pilot kämpft um seinen Cockpit-Platz für Imola
- Friesacher will in der Hitze wieder die Zielflagge sehen
·Regel: FIA schließt Motoren-Schlupfloch
BAR nutzte Regelwerk in Australien für Malaysia-GP
·Wer gewinnt den GP von Barcelona?
Umfrage: Welcher Fahrer ist Ihr Favorit auf den Sieg?
·"Ferraris Glück
ist aufgebraucht"
Montoyas Kampfansage an
Schumi vor Malaysia-GP
·Tropen-Hitze lässt F1-Stars schwitzen
Malaysia-GP als Härtetest für Fahrer und Material
·Neue Quali ist für Coulthard 'lächerlich'
Schotte: Training wird zu "Handicap-Veranstaltung"
·F1: Kampfansage von Christian Klien!
"Bisher bestes Rennen, habe das Cockpit verdient"
·BILDER: Das war der
GP von Australien!
Renault fährt allen davon, Red Bull fliegt zu Punkten
·Das Ergebnis vom Melbourne-Rennen
Grand Prix von Australien am 6. März 2005
·KLICKEN: Termine der F1-Saison 2005
PLUS: Alle Details zu den 19 Grand-Prix-Strecken
Christian Klien hat sich für den zweiten Formel-WM-Lauf des Jahres passend zum Schauplatz den "Tiger von Malaysia" zum Vorbild genommen: Wie der vom italienischen Autor Emilio Salgari für seinen Abenteuerroman kreierte malaysische Freiheitskämpfer und Pirat Sandokan will der Vorarlberger in der Hitzeschlacht von Sepang bis zum Umfallen kämpfen, um sein Cockpit im Red-Bull-Racing-Team auch nach dem Bahrain-Grand-Prix am 3. April zu behalten.
"Ich werde alles geben, um nach dem dritten Grand Prix weiter im Auto zu bleiben", betonte Klien, der beim Saisonauftakt vor knapp zwei Wochen in Melbourne mit Rang sieben schon die ersten beiden WM-Punkte gesammelt hat, im Vorfeld des Malaysia-Grand-Prix. "Und je besser meine Ergebnisse sind, desto schwieriger wird es, mich von meinem Sitz zu bekommen!" Laut Red-Bull-Team soll ja der Italiener Vitantonio Liuzzi am 24. April in seinem Heimrennen in Imola Kliens Platz einnehmen und sein Formel-1-Debüt geben.
Seine aktuelle Physis - der Hohenemser fühlt sich nicht nur, sondern sieht auch "fit wie ein Turnschuh" aus -, und sein Vorjahresergebnis auf dem 5,543 km langen Kurs, auf dem am Sonntag 56 Runden bzw. 310,408 km zu absolvieren sind, stimmen Klien zuversichtlich, im zweiten Rennen wieder in den Punkterängen zu landen. "Vergangene Saison bin ich hier als Rookie Zehnter geworden. Seither habe nicht nur ich, sondern auch das Team einen großen Sprung nach vorne gemacht", lobt der mit 22 Jahren derzeit jüngste Pilot der Königsklasse des Motorsports die Fortschritte des ehemaligen Jaguar-Rennstalls, das im Spätherbst von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz aufgekauft worden war.
Triebwerk als großes Plus
Das große Plus des Red Bull Racing Teams, das mit Coulthard (Vierter) und Klien im Auftakt-GP in "down under" gleich beide Fahrer in die Punkteränge gebracht hat, ist laut Klien das Triebwerk. "Während wir es geschafft haben, trotz des neuen Reglements unser Level aus dem Vorjahr ungefähr zu halten, büßten die anderen Teams auf Grund der Haltbarkeit etwas an Leistung ein", erklärt der gelernte Blechschlosser.
Auch in Sachen Standfestigkeit - ab heuer müssen die Aggregate bekanntlich zwei Rennen lang halten - sei auf das Cosworth-Triebwerk Verlass. "Die Wintertests haben bereits bewiesen, dass der Motor zwei Rennen durchhält. Allerdings muss man abwarten, welchen Einfluss die große Hitze hier in Malaysia auf das neue Motorenreglement nimmt", weiß auch Klien, dass sein Material auf der Rennstrecke südlich von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur im heißesten Rennen des Jahres besonderen Strapazen ausgesetzt ist.
Der Weg ist das Ziel
Während Klien bei erwarteten Lufttemperaturen von 40 Grad Celsius um Punkte kämpfen will, geht Österreichs zweiter Formel-1-Pilot mit viel geringeren Erwartungen in den zweiten WM-Lauf seiner Karriere. "Ich möchte wieder die Zielflagge sehen", lautet die auf Grund des aussichtslos unterlegenen Minardi-Boliden erneut bescheidene, aber realistische Zielsetzung von Neuling Patrick Friesacher, der beim Debüt in Australien 17. wurde.
Vom Kurs in Sepang, der für den Kärntner wie schon der Albert Park in Melbourne Neuland ist, zeigte sich der 24-Jährige begeistert: "Diese anspruchsvolle und selektive Strecke mit ihren schnellen Kurven taugt mir sehr, doch auf Grund der extremen Hitze wird es hier viel schwieriger als in Melbourne, das Rennen zu beenden. Ich habe mich jedenfalls körperlich bestmöglich vorbereitet und werde wieder mein Bestes geben." (apa/red)
