FIA schließt Motoren-Schlupfloch: Wechsel
nach Ausfall nur noch in besonderen Fällen
- BAR nutzte Regelwerk in Australien für Malaysia-GP
- Auch Michael Schumacher darf noch straffrei wechseln
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Änderungen bei Motoren, Reifen & neues Qualifying
Der Motorsport-Weltverband FIA hat auf das unpräzise Regelwerk bezüglich neuer Motorenregelung in der Formel-1-WM reagiert und dieses Schlupfloch nun geschlossen. Künftig wird klar unterschieden, ob ein Auto notgedrungen ausfällt oder ein Team beschließt, das Rennen freiwillig nicht zu beenden.
Hintergrund ist, dass seit heuer Motoren aus Kostengründen zwei Rennwochenenden halten müssen, bei einem Ausfall im ersten Rennen aber sehr wohl beim nächsten GP straffrei ein neuer Motor verwendet werden darf. Dieses Schlupfloch hatte beim WM-Auftakt in Australien BAR-Honda ausgenützt und mit den aussichtslos zurück liegenden Jenson Button und Takuma Sato beide Piloten in der letzten Runde an die Box beordert.
Damit darf BAR-Honda beim Material mordenden Hitze-GP am kommenden Wochenende in Malaysia neue Motoren verwenden, während ein Großteil der Konkurrenz die schon in Australien stark beanspruchten Triebwerke erneut einsetzen oder die Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Plätze hin nehmen muss. Laut FIA muss künftig jedes Team die Gründe eines Ausfalls beim jeweils "zweiten" Rennen den Funktionären erklären.
Straffrei den Motor wechseln dürfen beim zweiten Saisonrennen auch Weltmeister Michael Schumacher und sein deutscher Landsmann Nick Heidfeld, die nach einer Kollision in Melbourne ausgefallen ist. Gewechselt werden für Sepang auch die Zehnzylinder beim Minardi-Team des Österreichers Patrick Friesacher. Der Kärntner ist in Australien zwar durchgekommen, kann sich aber im inferioren Uralt-Auto in der Startaufstellung ohnehin kaum verschlechtern. (apa/red)
