Donnerstag, 17. März 2005

'Ferraris Glück ist aufgebraucht': Montoyas
Kampfansage an Weltmeister Schumacher

  • F1-Champ ist zuversichtlich: "Ich sehe kein Problem"
  • Renault siegessicher: "Das war nur ein Vorgeschmack"

Die Konkurrenz brennt auf die Hitze-Schlacht von Malaysia - Michael Schumacher aber bewahrt kühlen Kopf. Mit der Nullnummer in Australien sei der Saisonauftakt in der Formel 1 für ihn anders verlaufen als in den Jahren zuvor. Aber: "Wer darin ein Problem sehen will, mag das gerne tun - ich sehe bestimmt keines. Die Karten werden in Malaysia (Das Rennen am Sonntag ab 8 Uhr LIVE auf networld.at) neu gemischt werden, ich denke doch, dass wir ein ganz gutes Blatt haben werden", gab sich der Weltmeister fünf Tage vor dem Grand Prix am Sonntag in Sepang zuversichtlich.

Hitze und Feuchtigkeit würden eine große Rolle spielen, meinte Schumacher. Vor allem vor dem Hintergrund des neuen Reglements, demzufolge die meisten Teams mit jeweils denselben Motoren das zweite Rennen bestreiten müssen. "Und Qualifying und Rennen durchzustehen, ist auch für die Reifen nicht einfach", fügte Schumacher hinzu, "da wird man wohl abwarten müssen, wie die Kräfteverhältnisse aussehen. Ich kann nur sagen, dass Ferrari in punkto Konstanz und Zuverlässigkeit in den letzten Jahren bestechend war."

Motorenwechsel wäre für Schumacher legal
Fraglich ist, ob Schumacher den Motor wechseln wird, was nach seinem Ausscheiden in Australien in Folge der Karambolage mit Landsmann Nick Heidfeld im Williams-BMW straffrei möglich wäre. Dies würde allerdings bedeuten, dass Schumacher auch in Bahrain mit dem Übergangsmodell F2004M starten müsste.

Schumacher ist sich jedenfalls "nicht ganz sicher, was uns beim Großen Preis von Malaysia erwarten wird, denn in den vergangenen Jahren hatten sich die Machtverhältnisse von Australien zu Malaysia immer wieder mal umgedreht. Ich bin mir aber sicher, dass ich mich auf das Rennen freue und meine ersten Punkte 2005 einfahren möchte - und zwar natürlich, gar keine Frage, so viele wie möglich!"

Bruder Ralf will diesmal Punkte
In die Punkteränge will auch Bruder Ralf mit seinem neuen Rennstall Toyota fahren, nachdem es für ihn in Australien nur zum zwölften Rang und für seinen italienischen Teamkollegen Jarno Trulli für den neunten Platz gereicht hatte. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir in die Punkte fahren", meinte Ralf Schumacher.

Zuversichtlich ist McLaren-Mercedes-Pilot Juan-Pablo Montoya. "Ferraris Glück ist aufgebraucht. Michael ist nicht mehr unschlagbar. Der ist frei zum Abschuss", sagte der Kolumbianer, in Melbourne unmittelbar vor Red Bull-Pilot Christian Klien Sechster, laut "Bild"-Zeitung. Renault-Teamchef Flavio Briatore kündigte mit Verweis auf den Sieg von Giancarlo Fisichella (Italien) beim ersten von 19 Rennen an: "Das war nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt."

Griechenland will Grand-Prix-Strecke bauen
Griechenland will bei der Formel 1 einsteigen und eine Rennstrecke bauen. Die Entscheidung sei während eines Treffens des griechischen Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis mit Tourismusminister Dimitris Avramopoulos getroffen, berichtete das griechische Fernsehen. "Wir erwarten jetzt einen Besuch eines Vertreters der Formel 1. Er wird sich die Lokalitäten anschauen und uns beraten," sagte der Tourismusminister nach dem Treffen.

Zwei Regionen haben bislang Interesse am Bau der griechischen Rennstrecke gezeigt. Es handelt sich um die Region der Stadt Theben rund 90 Kilometer nördlich von Athen und die westgriechische Hafenstadt Patras.
(apa/red)

17.3.2005 13:42
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