Hitzeschlacht in Malaysia: Erster ernster Härtetest für "Formel 1-neu" steht bevor
- Tropen-Klima macht Reifen und Motoren zu schaffen
- Klien zeigt Respekt: "Härtestes Rennen des Jahres"
·F1: Kampfansage von Christian Klien!
"Bisher bestes Rennen, habe das Cockpit verdient"
·Red Bull fliegt zum tollen F1-Einstand!
Klien jubelt über 7. Platz, Coulthard sogar Vierter!
·Fisichella gewinnt, Red Bull sensationell
Toller 7. Platz für Klien in Melbourne, Friesacher 17.
·BILDER: Das war der
GP von Australien!
Renault fährt allen davon, Red Bull fliegt zu Punkten
·Das Ergebnis vom Melbourne-Rennen
Grand Prix von Australien am 6. März 2005
·BILDER: Beach-Boy Michael Schumacher
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Zwei Wochen nach dem WM-Auftakt in Australien geht am Sonntag (8.00 Uhr MEZ) in Sepang mit dem Grand Prix von Malaysia der erste wirkliche Härtetest der "Formel-1-neu" in Szene. Gab es in Melbourne dank des kühlen Wetters kaum Ausfälle, wird sich zeigen, ob die Motoren und die Reifen den neuen Ausdauer-Anforderungen auch bei tropischer Schwüle und Hitze mit Temperaturen um die 40 Grad bestehen.
Österreichs F1-Piloten sind nach dem Auftakt-GP nicht nach Hause geflogen. Christian Klien bereitete sich auf Langkawi auf das Hitzerennen vor, Patrick Friesacher absolvierte zunächst in Adelaide PR-Termine und ist seit Samstag in Malaysia, wo er an der Verbesserung der Fitness werkte und dabei Hauptaugenmerk auf die Nackenmuskulatur legte.
Der Malaysia-GP verspricht mehr Spannung als das Rennen in Melbourne, das ja fast ausschließlich von der bunten Startaufstellung nach dem verregneten Samstag-Qualifying lebte. Extremes Wetter und blitzartige Wetterwechsel stellen eine einmalige Herausforderung an Mensch und Material dar. Die Reifen müssen seit heuer ja das gesamte Wochenende halten, die Motoren sogar zwei Wochenenden.
BAR trickste: Neue Triebwerke als Belohnung
"Getrickst" hat in Melbourne nur BAR-Honda, das im Finish sowohl Jenson Button als auch Takuma Sato an die Boxen beorderte und daher in Malaysia straffrei neue Triebwerke benutzen kann. Die übrigen Teams müssen die Motoren von Melbourne benutzen oder eine Rückversetzung in der Startaufstellung hinnehmen. Zudem ist der Kurs südlich von Kuala Lumpur, auf dem zum siebenten Mal ein WM-Lauf der Königsklasse des Motorsports ausgetragen wird, modern und breit, was mehr Überholmanöver zulässt.
Im Zentrum des Interesses steht neben dem in Australien dominierenden Renault-Team auch der zweite Auftritt der austro-englischen Formation Red Bull Racing, die in Melbourne mit den Plätzen vier (David Coulthard) und sieben (Klien) überraschend beide Autos in die Punkte gebracht hatte.
Klien: "Härtestes Rennen des Jahres"
"Es heißt, man ist nur so gut wie des letzte Rennen. Melbourne war eine Moralinjektion, aber jetzt geht es wieder bei Null los", gab sich der weiterhin mit Dreitagebart auftretende Coulthard realistisch. Klien ist überzeugt: "Sepang wird das härteste Rennen des Jahres, aber wenigstens weiß ich schon, was mich erwartet. Dieser Grand Prix wird uns ein klareres Bild geben, wo wir im Vergleich zu den anderen wirklich stehen."
Auch Friesacher ist klar, "dass in Malaysia die Fitness noch wichtiger sein wird". Der Wolfsberger F1-Rookie kann einem jetzt schon Leid tun, muss er doch auch im zweiten Saisonrennen im inferioren alten Minardi antreten, mit dem er in Melbourne selbst auf den Geraden fast die ganze Streckenbreite benötigte. "Zwei Mal noch Schmerzen", hatte Teamchef Paul Stoddart seinen Piloten als Trost mitgegeben, erst in Imola kommt bekanntlich das neue und hoffentlich konkurrenzfähigere Auto.
"Jetzt erst recht": Schumacher voll motiviert
Mehr Chancen auf eine Wiedergutmachung hat Weltmeister Michael Schumacher, der sich nach der Nullnummer von Melbourne kämpferisch gab. "Die Grundeinstellung ist: Jetzt erst recht", erklärte der Deutsche auf seiner Website und gab zu: "Klar sind null Punkte zum Auftakt nicht das, was ich mir erhofft hatte. Wir haben aber auch gesehen, dass wir mit unserem Übergangsauto durchaus noch konkurrenzfähig sind - sogar mehr, als wir dachten." Sein brasilianischer Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello war bekanntlich von Platz elf auf Rang zwei gefahren. (apa/red)
