"Eine perfekte Saison": Benjamin Raich räumte in der Saison 2004/05 ordentlich ab
- Erfolgsbilanz: 38 Bewerbe ohne einen einzigen Ausfall Platz 2 im Weltcup, zwei kleine Kugeln und fünf WM-Medaillen
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38 Saison-Bewerbe ohne einen einzigen Ausfall, Platz zwei im Gesamt-Weltcup, die Kleinen Kristallkugeln in den technischen Disziplinen Slalom und Riesentorlauf, dazu noch fünf Medaillen (zwei Mal Gold, zwei Mal Silber, ein Mal Bronze) bei der WM in Bormio - die Saisonbilanz von Benjamin Raich ist sensationell. "Ich war sehr konstant, es ist super gelaufen. Das war eine perfekte Saison", freute sich der Tiroler, der neben Gesamtweltcup-Sieger Bode Miller der Superstar des WM-Winters 2004/2005 war.
Mit Ausnahme von vier Rennen (WM-Abfahrt in Bormio sowie die Weltcup-Abfahrten in Val d'Isere, Gröden und Chamonix) hat der Pitztaler sämtliche Saisonrennen bestritten, über Müdigkeit oder Motivationslöcher hat Raich aber nie geklagt. "Ich habe die Pausen immer richtig genutzt und beim Finale noch genug Kraft gehabt. So gut wie heuer habe ich mich noch nie gefühlt. Wenn das so weiter geht, kann ich noch zehn Jahre fahren", so der 27-Jährige.
"Bode hat sich Weltcup verdient"
Dass Raich sehr viel gewonnen, aber den Gesamt-Weltcup an Miller verloren habe, lässt er nicht gelten. "Ich habe in dieser Saison so viel erreicht. Bode Miller war diesmal im Weltcup der Beste, er hat es sich absolut verdient. Für mich ist es eine Ehre, dass ich um den Weltcup mitmischen kann, diese Möglichkeit haben nicht viele Leute."
Nach sieben Top-Ten-Platzierungen im Gesamt-Weltcup in Folge (10., 9., 4., 9., 8., 3., 2.) streckt Raich aber natürlich auch im kommenden Winter die Hand nach der Großen Kristallkugel aus. "Die Latte liegt hoch, aber ich habe auch im nächsten Jahr wieder einiges vor. Große Ziele darf man haben, soll man sogar haben."
Die sensationelle Tatsache, dass der bis dato letzte Raich-Ausfall trotz eines Monsterprogrammes vom 29. Februar 2004 datiert, führt der "Blitz" auf sein erfolgreiches "Spiel mit dem Limit" zurück. "Ich kann derzeit sehr gut mit dem Limit umgehen. Man darf nicht drüber sein. Aber auch nicht drunter, denn sonst hat man keine Chance. "
Jetzt will Raich aber nichts mehr von Limits wissen, erst einmal einige Tage ausschlafen sowie seine Erfolge und den großen Benni-Empfang in seiner Heimat Arzl am kommenden Freitag ordentlich genießen und feiern.
(apa/red)
