Dienstag, 15. März 2005

Nach Dopingsperre und Knieverletzung: Stefan Koubek feiert in Miami Comeback

  • Nächsten Dienstag erstes Match nach drei Monaten
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Die dreimonatige Sperre läuft aus, eine Knieverletzung ist fast überstanden: Stefan Koubek darf ab kommenden Dienstag endlich wieder auf den Tennisplätzen dieser Welt um ATP-Punkte und -Preisgeld kämpfen. Der mittlerweile 28-jährige Kärntner hat am Montag ein erstes Schlagtraining absolviert, war zwar noch nicht hundertprozentig schmerzfrei, aber schon beim mit 3,45 Mio. Dollar dotierten Masters-Series-Turnier in Miami will er es wieder wissen. "Mit großen Erwartungen fahre ich nicht hin. Aber für mich ist es wichtig, wieder ins Turnierleben zurückzukehren", sagte Koubek vor seiner Abreise.

Mit einem tollen Finish hatte der ÖTV-Daviscupper das Jahr 2004 beendet, doch dann kam die Ernüchterung. Koubek verbesserte sich nach der dritten Runde beim Masters-Series-Turnier in Madrid, einem Halbfinale in Basel sowie beim Challenger auf Mauritius bis auf Platz 60 im Entry-Ranking. Doch zwei Tage vor Weihnachten trudelte die dreimonatige ITF-Sperre wegen "Dopings" ein. Ein Formalfehler auch des behandelnden Arztes, der Koubek eine Kortison-Spritze ins lädierte rechte Handgelenk verabreicht, dies aber nicht gemeldet hatte, führte dazu.

Keine Chance gegen internationalen Verband
Koubek kämpfte gemeinsam mit Österreichs Dopingfahnder Nummer eins, Karlheinz Demel, gegen die Sperre. Er wollte auch unbedingt beim Daviscup in Australien dabei sein, schließlich hatte er mit seinen zwei Siegen gegen Großbritannien im vergangenen September den Grundstein dazu gelegt. Doch das bis zum 21. März, also kommenden Montag, dauernde Spielverbot wurde nicht aufgehoben. "Ich habe die Entscheidung jetzt akzeptiert, aber dann ist leider noch die dumme Verletzung dazu gekommen", erklärte Koubek.

"Er hat aus Frust wie ein Geistesgestörter trainiert, war in der Früh, zu Mittag und am Abend in der Kraftkammer und hat dazwischen Tennis gespielt", erinnert sich sein Trainer Günter Bresnik. Die Verletzung im rechten Knie war wohl auch ein Ergebnis dieser Überbelastung. Vor drei Wochen wurde er von Prof. Reinhard Weinstabl arthroskopiert, ein Knorpelschaden wurde behoben.

Die Erwartungen sind freilich noch nicht so hoch, doch was Koubek nach rund vier Monaten Pause jetzt braucht ist Matchpraxis. Und auch mental ist die Rückkehr auf die Tour für Österreichs Nummer zwei, derzeit Nummer 70 im Entry-Ranking, wichtig. "Er muss endlich raus aus seinen vier Wänden an die Luft", weiß Bresnik, der seinen Schützling zum fünftgrößten Turnier des Jahres nach Florida begleitet. Danach konzentriert sich Koubek ganz auf die Sandsaison. Valencia, Monte Carlo und Barcelona stehen danach auf dem Programm.
(apa)

15.3.2005 10:46