Montag, 14. März 2005

Wehret den Morddrohungen: UEFA will Frisk zum Rücktritt vom Rücktritt bewegen

  • UEFA hofft: "Brauchen Männer von seiner Qualität"
  • Schiri: "Werde nie wieder einen Fußballplatz betreten"

Der Europäische Fußball-Verband (UEFA) will den Rücktritt des schwedischen Schiedsrichters Anders Frisk, der in jüngster Zeit sogar Morddrohungen erhalten hat, nicht hinnehmen. Die UEFA wird laut ihrem Sprecher William Gaillard versuchen, Frisk zum Rücktritt vom Rücktritt umzustimmen. "Wir stehen mit Anders in Kontakt und möchten ihn davon überzeugen, seine Schiedsrichterkarriere fortzusetzen, denn wir brauchen Männer von seinem Kaliber und seiner Qualität", erklärte Gaillard.

Der 42-jährige Top-Referee hatte zuvor seinen Rücktritt erklärt. "Ich werde nie wieder einen Fußballplatz betreten", betonte Frisk in einem Interview mit der Zeitung "Aftonbladet".

Der Skandinavier, der neben dem Italiener Pierluigi Collina sowie dem Deutschen Markus Merk weltweit zu den Top-Schiedsrichtern zählt, begründete seinen völlig überraschenden Schritt mit einer Welle von Drohungen, die er nach dem Hinspiel im Achtelfinale der Champions League zwischen dem FC Barcelona und Chelsea (2:1) erhalten hatte. (apa/red)

14.3.2005 14:47