"Partei ist kein Familienbetrieb": Mölzer fordert Generationenwechsel in der FPÖ!
- "H.-C. Strache soll Haider als Führungsfigur ablösen"
- Scheuch glaubt an ein Bestehen der Koalition bis 2006
·Scheuch will Haider als neuen Parteichef
FP-Generalsekretär: 'Privat- meinung, nicht Parteilinie!'
·Miklautsch glaubt weiter an Koalition
Trotz FP-Zwist von Verbleib
in der Regierung überzeugt
·Strache traut sich FPÖ-Führung zu!
Steirische FP will Haider als Bundesparteiobmann
·Führungsstreit in der FPÖ eskaliert!
Droht Jörg Haider der Partei-Ausschluss?
·Mölzer darf nicht zu
Parteitag kommen
Experte: Durch Ausschluss
hat er nicht das Recht dazu
·Mölzer-Ausschluss wohl am 29. März
Scheuch: Bei nächster Parteivorstands-Sitzung
·Mölzer heizt FPÖ- Streit weiter an!
EU-Mandatar verhöhnt jetzt die gesamte Parteispitze
·Nun haut auch FPÖ-Höbelt auf Haider ein
FPÖ-Kenner: "LH allein für Probleme verantwortlich"
·FPÖ schließt Mölzer
aus: Die REAKTIONEN
Für Politkollegen gibt es jetzt einiges zu klären
Andreas Mölzer gibt im FP-Streit nicht nach. Der EU-Mandatar forderte Haider in "Offen gesagt" auf, einen Generationenwechsel zu Gunsten des Wiener FP-Obmannes Heinz Christian Strache zuzulassen: "Die Partei ist doch kein Familienbetrieb, wo man schaut ob man nicht noch eine Tante hat, die man irgendwo einsetzen kann."
Außerdem plädiert Mölzer für den Ausstieg der FPÖ aus der Koalition. Die Regierungsbeteiligung sei möglicherweise "Selbstmord auf Raten". Mölzer: "Wenn die Zeit der Ernte gekommen ist, das heißt das Reformprogramm angeblich abgearbeitet ist, dann sollte die FPÖ schauen, dass sie selbst als Partei überlebt und lieber geht sie jetzt raus, als in einem Jahr mit noch ein, zwei Prozent weniger."
Scheuch: "Koalition hält bis 2006"
FP-Generalsekretär Uwe Scheuch geht davon aus, dass die Koalition bis 2006 hält. Dass der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bei einer Parteitags-Kandidatur die geforderte Zweidrittelmehrheit bekommen würde, davon ist Scheuch "überzeugt". Gleichzeitig betonte der FP-Politiker am Sonntagabend in der ORF-Sendung "Offen gesagt", dass er sich eine Kandidatur Haiders zum Parteichef nur wünschen würde, wenn die derzeitige Obfrau Ursula Haubner (F) nicht mehr antreten wolle.
Sollte Haubner antreten, dann werde er auch hinter ihr stehen, versicherte Scheuch. Sich selbst sieht er übrigens nicht als möglichen Obmann-Kandidaten: "Ich komme nicht ins Spiel. Ich habe eine ganz andere Berufsplanung für mein Leben." Sollte der Parteitag am 23. April weder Haider noch Haubner an die FP-Spitze wählen, "dann stehe ich als Generalsekretär wahrscheinlich nicht zur Verfügung", sagt Scheuch.
Haigermoser sieht keine Zukunft in bestehender FPÖ
Für den im Dezember 2002 aus der FPÖ ausgeschlossenen früheren RFW-Obmann Helmut Haigermoser macht es keinen Unterschied, ob beim Parteitag Haider, Strache oder Haubner an die FP-Spitze gewählt wird. "All diese Personen haben den Konkurs der Freiheitlichen Partei verursacht, daher gibt es nur eine Lösung: Dass sich - mit den Worten des Landeshauptmann Haider - die genannten Personen 'vertschüssen'." Haigermoser: "Sie können am 23. April wählen, wen sie wollen. Das sind alles Knittelfelder." (apa)
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