Sonntag, 20. März 2005

Autobombenanschlag auf Schule in Katar: Ein Brite bei Explosion getötet, 12 Verletzte

  • Sprengstoff detoniert in Theater neben britischer Schule

Bei einem Autobombenanschlag auf das Theater einer britischen Schule in Doha im Golfstaat Katar ist am Samstagabend ein Brite getötet worden. Das teilte das britische Außenministerium in der Nacht zum Sonntag mit. Nach Angaben des katarischen Innenministeriums wurden bei dem Attentat außerdem zwölf Menschen verletzt. Zehn von ihnen konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen, hieß es.

Unter den Verletzten war den Angaben zufolge ein weiterer Brite, mehrere Katarer und Araber anderer Herkunft sowie Asiaten. Ärzte hatten zuvor von "mehreren Dutzend Verletzten" gesprochen.

Das Theater "Doha Player" gehört zu der daneben liegenden "Doha English-Speaking School" in einem Viertel der katarischen Hauptstadt, in dem auch die US-Botschaft untergebracht ist. In dem Theater führten Amateur-Schauspieler gerade ein Stück von Shakespeare auf. Der Fernsehsender Al Jazeera berichtete, "dutzende Zuschauer, überwiegend Ausländer", hätten sich das Theaterstück angesehen.

Der Anschlag ist offenbar von einem ägyptischen Selbstmordattentäter verübt worden. Wie der Nachrichtensender Al Arabiya am Sonntag berichtete, lebte der Täter schon länger in Katar. Das katarische Innenministerium hatte zuvor mitgeteilt, das Auto, in dem sich die Bombe befunden habe, gehöre einem Ägypter. Von dem Mann fehle jede Spur.

In Katar liegt das Zentralkommando der US-Armee, und von Katar aus hatte der US-Generalstab den Irak-Krieg organisiert, der vor genau zwei Jahren, am Morgen des 20. März 2003, mit der maßgeblichen Unterstützung Großbritanniens begann. (apa)

20.3.2005 12:38