Schneeschmelze in Polen eingesetzt: 1.
Evakuierungen nach Überschwemmungen
- Pegelstände der Flüsse steigen nach Regen weiter
In Niederschlesien in Polen haben die Behörden am Freitagabend in zwei Ortschaften fast 200 Gebäude nach Überschwemmungen evakuiert. In einem anderen Ort waren die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft, die Einwohner aus ihren Häusern zu bringen, sollten die Pegelstände de Flüsse nach Schneeschmelze und Regen weiter steigen, berichtete der polnische Rundfunk. Sprecher des Krisenzentrums in Niederschlesien wiesen darauf hin, dass in den Rückhaltebecken noch reichlich Platz sei, Wasser aufzunehmen.
Allerdings traten im Laufe des Abends vor allem viele kleine Flüsse über die Ufer und überschwemmten Straßen, Weiden und Bauernhöfe. Mehrere Landstraßen waren wegen der Überflutungen nicht passierbar. Im masurischen Nowe Miasto Lubawskie erreichte der Fluss Drweca mit 3,50 Metern den höchsten Stand seit 30 Jahren. Der Hochwasserpegel wurde um 30 Zentimeter überschritten. In anderen Ortschaften im Süden und Osten Polens wurden die Hochwassermarken sogar noch weiter überschritten. Die Krisenzentren schickten zusätzliche Feuerwehrleute und zusätzliche Sandsäcke in die am schwersten betroffenen Gebiete.
Die Schneeschmelze zum Frühlingsanfang hat in Teilen Osteuropas und Ostdeutschlands zu Hochwasser und Überschwemmungen geführt. In Sachsen ist die Hochwasserlage angespannt. An der Elbe in Dresden gilt seit Freitagmittag die Hochwasser-Alarmstufe eins. Ein starker Anstieg des Wasserstandes wurde am Freitag auch an der Neiße verzeichnet. Am Pegel Zittau wird sogar mit der höchsten Alarmstufe vier gerechnet. Auch für Görlitz war ein Erreichen der Alarmstufe vier nicht auszuschließen.
Schmelzwasser und Dauerregen haben auch in der Slowakei und Rumänien für Hochwasseralarm und Überschwemmungen gesorgt. Im Norden der Slowakei hatten am Freitag die seit Tagen befürchteten Überschwemmungen eingesetzt.
Eine plötzliche Schneeschmelze brachte dem Westen und Norden Rumäniens Überschwemmungen. Mehr als 30 Dörfer in den Kreisen Arad, Cluj, Harghita, Hunedoara, Mehedinti, Sibiu und Suceava sind betroffen. Dort traten Flüsse und Bäche über die Ufer, meldete das rumänische Fernsehen TVR am Freitag. Dabei wurden 143 Häuser zerstört und mehr als tausend Hektar Felder überflutet. (apa)
