Autopsie beendet: Leichnam der verstorbene Terri Schiavo eingeäschert
- Ergebnis der Untersuchung ist aber noch ausständig
- DURCHKLICKEN: Die Chronologie der letzten 15 Jahre
Der Leichnam der verstorbenen Koma-Patientin Terri Schiavo ist am Samstag eingeäschert worden. Dies geschah entsprechend der Anordnung eines Gerichts, wonach ihr Mann Michael Schiavo das Recht hat, über derartige Dinge zu entscheiden. Er will ihre Asche im US-Staat Pennsylvania beisetzen, wo seine Frau aufwuchs. Ihre Familie hatte dies abgelehnt. Sie wollte, dass sie in Florida beigesetzt wird, so dass sie ihr Grab besuchen können.
Ein Anwalt der Familie, David Gibbs, betonte, seine Mandanten würden in dieser Frage kein Gericht anrufen. Es sei bereits entschieden, dass Michael Schiavo die Entscheidung treffen dürfe. Schiavo hatte mit den Eltern seiner Frau jahrelang über die Einstellung der künstlichen Ernährung gestritten und sich schließlich vor Gericht endgültig durchgesetzt. Am 18. März entschied das Bezirksberufungsgericht in Pinellas Park im US-Staat Florida, dass die Magensonde zu entfernen sei. Am Donnerstag starb die 41-Jährige.
Am Freitag (Ortszeit) hatte der Gerichtsmediziner von Pinellas County in Florida die Autopsie abgeschlossen und die Leiche dem Ehemann zur Bestattung übergeben. Die Ergebnisse der Untersuchung werden aber möglicherweise erst in einigen Wochen bekannt gegeben. Michael Schiavo wollte durch die Autopsie nachweisen, dass seine Frau tatsächlich so schwer gehirngeschädigt war, wie er es dargestellt hatte und wie es auch von zahlreichen unabhängigen Gutachtern bestätigt worden war. Außerdem sollte der von den Eltern geäußerte Verdacht ausgeräumt werden, der Ehemann selbst könnte Terri Schiavos Zustand durch Schläge herbeigeführt haben.
Die Eltern hatten verzweifelt für das Leben ihrer seit 15 Jahren im Koma liegenden Tochter gekämpft, Michael Schiavo - am Ende erfolgreich - für die Einstellung der Nahrungszufuhr.
Schiavo lag seit 1990 im Wachkoma
13 Tage nach Abbruch ihrer künstlichen Ernährung ist die amerikanische Komapatientin Terri Schiavo am Donnerstag in Florida gestorben. Terri Schiavo hatte 1990 im Alter von 26 Jahren plötzlich einen Herzanfall erlitten. Ihr Gehirn war Minuten lang ohne Sauerstoffversorgung. Die meisten Ärzte kamen im Laufe der Zeit zur Überzeugung, dass die junge Frau an einer Essstörung litt, die zu einem extremen Kaliummangel und als Folge dann zur Herzattacke führte. Seit 1997 bemühte sich Michael Schiavo darum, seine Frau sterben zu lassen, während sich die Eltern verzweifelt dagegen wehrten. Am 18. März 2005 war schließlich auf Wunsch des Ehemannes der Nahrungsschlauch aus dem Magen entfernt worden, der Terri Schiavo all die Jahre lang am Leben erhalten hatte. (apa/red)










