Trotz Hungerstreik: Gericht bestätigt Mussolinis Ausschluss von Regionalwahlen
- Italienische Duce-Enkelin will in Berufung gehen
- Ihr wird Unterschriftenfälschung vorgeworfen
Ein Gericht in Rom hat am Freitag den Ausschluss der Enkelin des Diktators Benito Mussolini von den italienischen Regionalwahlen am 3. und 4. April bestätigt. Alessandra Mussolini (42), die auch die Nichte der Filmschauspielerin Sophia Loren ist, will in die Berufung gehen.
Sie war vor Gericht gezogen, nachdem die Wahlbehörden ihre rechtsgerichtete Partei Soziale Alternative in der vergangenen Woche von den Wahlen in der Region Latium ausgeschlossen hatten. Zur Begründung hieß es, sie habe ihre Wahlzulassung mit gefälschten Unterschriften angeblicher Anhänger erreicht.
Alessandra Mussolini war aus Protest gegen die Entscheidung in den Hungerstreik getreten und harrte seit Tagen in einem Campingwagen vor dem Gerichtsgebäude aus, um das Urteil abzuwarten. Angeblich sollen in der Region rund um Rom über 900 Unterschriften gefälscht worden sein. Die Mussolini-Enkelin vertritt die These, dass es sich um ein Komplott ihrer politischen Gegner gehandelt habe. "Diese Wahlen haben für das italienische Volk keinen Wert mehr", sagte sie. (apa)
