Erschreckende OSZE-Zahlen: Pro Jahr werden 1,2 Mio. Kinder weltweit verkauft!
- Kinderhandel auch in Europa immer größeres Problem
Pro Jahr werden weltweit 1,2 Millionen Kinder unter 18 Jahren verkauft. Vor allem in Europa wird der Kinderhandel ein immer größeres Problem. Das erklärte die Sonderbeauftragte für Menschenhandel der OSZE, Helga Konrad, bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien. Allein in Südosteuropa habe sich das Ausmaß des Handels mit Minderjährigen in den vergangenen drei Jahren verdoppelt, sagte sie. Betroffen sind demnach alle Staaten der OSZE.
Die verkauften Kinder werden im Bergbau, in der Land- und Hausarbeit und im Sexgewerbe eingesetzt. Andere werden zum Betteln oder für die Kleinkriminalität verwendet. "Mehr als 30 Prozent der Opfer von Menschenhändlern sind Kinder", sagte Konrad.
Die Ursachen für den steigenden Kinderhandel sind Armut und Aids - Kinder seien nicht so oft HIV-infiziert, so die Annahme in Sexgewerbe. Mike Dottridge, Experte für Kinderrechte: "Kinderhandel steht auch in Verbindung mit dem Anstieg der Kinderpornografie im Internet. Verkaufte Kinder müssen nicht einmal über die Grenzen gebracht werden, wie einige Fälle in Russland und anderen Ländern zeigen." (apa)
