Entwarnung nach Bombenalarm in Kiel: Verdächtiges Paket war eine Attrappe
- Paket war an Ministerpräsidentin Simonis gerichtet
- Drohungen auch gegen Politikerin Spoorendonk
Nach dem Eingang eines verdächtigen Päckchens ist am Montagmittag in der Kieler Staatskanzlei für anderthalb Stunden Bombenalarm ausgelöst worden. Das an die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis, adressierte Päckchen enthielt eine Batterie, Drähte und ein weißes Pulver, wie der Sicherheitsbeauftragte des Landeshauses mitteilte. Das Paket entpuppte sich als eine Attrappe, nach anderthalb Stunden wurde der Alarm aufgehoben. Hinweise auf den Absender gab es zunächst nicht.
Die Staatskanzlei und das im selben Haus untergebrachte Finanzministerium wurden zunächst geräumt, 250 Mitarbeiter mussten das Haus verlassen. Sprengmeister der Polizei öffneten das Päckchen. Ministerpräsidentin Simonis war nicht in Gefahr, ihre Amtszimmer sind im Nachbarhaus.
Seit es vor wenigen Tagen Drohungen gegen die Politikerin Anke Spoorendonk von der Dänen-Partei SSW gegeben hatte, waren in Kiel die Sicherheitsvorschriften in Landtag und Ministerien verschärft worden. Am Freitag hatten sich SPD und Grüne in Kiel auf einen Fortsetzung der rot-grünen Koalition in Schleswig-Holstein unter Tolerierung durch den SSW geeinigt. Das Modell hatte viel Kritik hervorgerufen.(apa/Red)
