Nach Steiermark-Wahl: In 45 Gemeinden wird über neuen Bürgermeister verhandelt
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Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark laufen nun in etwa 45 Kommunen die Verhandlungen um die Bürgermeistersessel. Zumal es in der Steiermark keine Direktwahl gibt, ist die Bestellung des Gemeindeoberhauptes dort, wo es keine absoluten Mehrheiten gibt, Verhandlungssache. Davon betroffen sind auch zwei ÖVP-Hochburgen, wo die Volkspartei Haare lassen musste: Leibnitz und Gröbming. Auch Bad Radkersburg, bisher von einem Listen-Bürgermeister regiert, ist offen.
In der südsteirischen Bezirksstadt Leibnitz musste ÖVP-Bürgermeister Hans Kindermann eine empfindliche Niederlage einstecken und vier Mandate abgeben, während sein SPÖ-Kontrahent Helmut Leitenberger fünf Mandate zulegen konnte. Die Mandatsstand 12 ÖVP, 11 SPÖ, und je eines für FPÖ und Grüne birgt die Option auf einen Wechsel an der Gemeindespitze. Enttäuschend war auch das Abschneiden der VP-Vorzeigebürgermeisterin Hanni Gruber in der Ennstaler Marktgemeinde Gröbming: Sie verlor zwei Mandate, wodurch nun rechnerisch SPÖ und FPÖ gemeinsam die Mehrheit in der Gemeindestube haben.
Zu Ende gehen könnte auch die Ära des Bad Radkersburger Listen-Bürgermeisters - und früheren VP-Funktionärs - Peter Merlini. Er verlor ein Mandat, liegt nun gleichauf mit der Volkspartei und nur knapp vor der SPÖ und denkt ans Aufhören. Entschieden, wer in den "Verhandlungsgemeinden" die "Nummer eins" spielen darf, muss bis spätestens zu den Konstituierenden Sitzungen Mitte April sein. (apa/red)
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