Montag, 21. März 2005

Bankomat-Sprengungen kommen in Mode:
In Steiermark und Tirol sprühten die Funken

  • Gauner wollten Automaten mit Schweißgerät öffnen
  • Vorbilder der Bankomat-Bande noch auf freien Fuß

"Inspiriert" von den Bankomat-Sprengungen der vergangenen Wochen wurde in der Steiermark und Tirol erfolglos versucht, zwei der Geldspender zu knacken. In beiden Bundesländern haben Einbrecher versucht, die Geldausgabeautomaten mit einem Schneidebrenner aufzuschweißen.

Einer der beiden Coups ereignete sich im Vorraum der Raiffeisenbank Gaal bei Knittelfeld gegen 03.00 Uhr morgens. Der Täter konnte laut Videoaufzeichnung jedoch nur die Fronttür des Bankomaten öffnen. Es gelang ihm nicht, den dahinter befindlichen Tresor, in dem sich das Geld befindet, zu öffnen, so die Angaben der Kriminalabteilung Steiermark. Der Einbrecher konnte ohne Beute entkommen. Die Ermittlungen der Kriminalabteilung laufen.

Bereits in der Vorwoche waren ebenfalls in Judenburg in der dortigen Raiffeisenbank zwei Bankomaten in die Luft gesprengt worden. Die Täter, von denen noch immer jede Spur fehlt, erbeuteten damals 16.000 Euro.

Nur zwei Tage später, am Mittwoch, sprengten zwei Ganoven den Geldausgabeautomaten der Sparkasse Gröding bei Salzburg und erbeuteten rund 40.000 bis 50.000 Euro. Bei einer Verfolgungsjagd auf der Tauernautobahn konnten sie dann die Gendarmerie mit über 200 km/h abhängen.

Erfolgloser Coup in Tirol
Auf die gleiche Art und Weise versuchte ein Einbrecher einen Bankomat in Steinach am Brenner (Bezirk Innsbruck-Land) mit einem Elektroschweißgerät aufzuschneiden. Der Täter konnte noch im Bankgebäude festgenommen werden.

Der 28-Jährige hatte die Bank im Zuge eines Einzahlungsvorganges im Vorfeld ausgekundschaftet. In der Nacht auf Samstag ging der Mann im Foyer der Bank dann ans Werk. Mit Lack aus der Dose besprühte er die Objektive der Überwachungskameras. Anschließend drehte der 28-Jährige mit einem Spezialwerkzeug den Schlosszylinder zum Foyer ab. Durch das Aufbrechen wurde jedoch der Alarm ausgelöst. Die Gendarmeriestreifen konnten den Täter noch im Gebäude stellen und festnehmen. (apa/red)

21.3.2005 08:04