"Exzessive Auslandsreisen": SPÖ will "die
Gorbachreisen unter die Lupe" nehmen
- Scharfe Kritik an Auslandsaufenthalten des Vizekanzlers
Scharfe Kritik an den "exzessiven Auslandsreisen" von Vizekanzler Gorbach kommt von der SPÖ. Kaum aus den USA zurückgekehrt fahre Gorbach im April schon wieder nach Japan und Südkorea, kritisiert SP-Rechnungshofsprecher Kräuter. Er will nun Rechnungshofpräsident Moser bitten, "die Gorbachreisen unter die Lupe zu nehmen".
Mittlerweile verbrauche Gorbach mehr Reisegeld als Außenministerin Plassnik, kritisierte Kräuter am Sonntag. Dass Gorbach nach seiner jüngsten USA-Reise von einem Treffen mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger berichtet hatte, kommentiert Kräuter mit Häme. "Tatsächlich hat kein Treffen stattgefunden und Vizekanzler Gorbach, der bei Schwarzeneggers Ansprache hinter dem Gouverneur im Bild stehen wollte, hat von Schwarzenegger am Beginn von dessen Rede die Anweisung erhalten, sich zu setzen", behauptet Kräuter.
Mit einer parlamentarischen Anfrage an den Vizekanzler will Kräuter nun klären, wie das angebliche Treffen mit Schwarzenegger wirklich abgelaufen ist. Konkret will der SP-Abgeordnete von Gorbach wissen, wo und wann das Gespräch mit dem kalifornischen Gouverneur stattgefunden hat, welche Kosten der "Möchtegern-Schwarzenegger- Besuch" verursacht habe und: "Mit welchen Worten hat Sie der Gouverneur aufgefordert, hinter ihm wegzugehen und sich zu setzen?" (apa)
