Wien-Währing: Brand in verbarrikadierter Wohnung forderte ein Menschenleben
- Sieben Hausbewohner erlitten Rauchgasvergiftungen
- Feuerwehr musste sich Weg mit Kettensäge bahnen
Bei einem Brand in einer völlig verbarrikadierten Wohnung in Wien-Währing ist Samstag früh ein 33 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Die Einsatzkräfte fanden seine verkohlte Leiche in der Badewanne. Fünf weitere Bewohner des Hauses, unter ihnen ein sieben Jahre altes Mädchen, erlitten Rauchgasvergiftungen. Es wurde ebenso wie seine Eltern in ein Spital eingeliefert.
Um das Feuer bekämpfen zu können, mussten sich die Einsatzkräfte den Weg erst mit einer Kettensäge bahnen: Die Eingang zur Wohnung in Max-Emanuel-Straße 7 - 11 war durch einen von innen an die Wohnungstür geschobenen Kasten verbarrikadiert, im Inneren waren Unmengen an Dingen gelagert.
"Durch die enorme Brandlast in dieser so genannten 'Sammlerwohnung' kam es zu einer blitzartigen Brandausbreitung und einer für Wohnungsbrände ungewöhnlichen Brandintensität", teilte die Feuerwehr mit. Deshalb musste Alarmstufe 2 ausgerufen werden.
Sämtliche Bewohner mussten das Haus verlassen, entweder über eine Drehleiter oder mit Fluchtfiltermasken. Ein Ehepaar und ihre siebenjährige Tochter erlitten so schwere Rauchgasvergiftungen, dass sie in das Wilhelminenspital eingeliefert werden mussten. Eine ältere Frau und ein junger Mann wurden laut Wiener Rettung an Ort und Stelle behandelt.
Bei dem Toten handelt es sich laut Polizei um einen gebürtigen Südtiroler, der offenbar seit längerer Zeit in Wien lebte. Die Ursache des Brandes war noch Gegenstand von Ermittlungen. Nicht ausgeschlossen wurde, dass der Mann Selbstmord begangen hat. (apa/red)
