Freitag, 18. März 2005

Diskussion um "Schulschwänzer": SP und FP für schüler- bzw. elternautonome Tage

  • SPÖ: Fünf frei disponierbare Urlaubstage pro Schuljahr
  • Freiheitliche wollen nur zwei Tage pro Semester

Nach den in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen Strafbescheiden gegen Eltern "schulschwänzender" Kinder überbieten sich nun die Parteien mit Forderungen nach "schüler"- bzw. "elternautonomen" Tagen. Die Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ, Elisabeth Grossmann, will Schülern fünf frei disponierbare Urlaubstage pro Schuljahr gewähren.

FPÖ-Bildungssprecherin Mares Rossmann wiederum plädiert dafür, den Eltern pro Semester zwei Tage zur Verfügung stellen, an denen ihre Kinder die Schule wegen gemeinsamen Urlaubs nicht besuchen müssen.

Die frei disponierbaren Tage müssten von den Schülern nicht in Anspruch genommen werden, betonte Grossmann in einer Aussendung. Wenn dies aber geschehe, müssten sie wie Urlaubstage im Arbeitsleben mit dem Klassenvorstand vereinbart werden. Im Gegenzug könnten die derzeitigen schulautonomen Tage gestrichen werden, die die Familien ohnehin "vor große organisatorische Probleme" stellen würden, so Grossmann. Von den bestehenden normalen Ferienzeiten sollten die schülerautonomen Tage allerdings nicht abgezogen werden.

Rossmann sieht den Vorteil von elternautonomen Tage in einer besseren Nutzung der "immer knapper werdenden gemeinsamen Familienzeit". Zudem komme es auch zu einer "Ferienentflechtung". (apa)

18.3.2005 11:38