Mittwoch, 16. März 2005

Verkehrsminister Gorbach zu Tempo 160: Niedrigere US-Tempolimits kein Vorbild

  • Vorrang für Autos mit mehreren Insassen ist "Idee"
  • PLUS: Wunschtempo liegt im Durchschnitt bei 145 km/h

Vizekanzler Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) hält an seinen Plänen fest, bei guten Straßen- und Wetterbedingungen das Tempolimit auf bestimmten Autobahn-Abschnitten von 130 auf 160 km/h zu erhöhen. Obwohl in den USA das Tempolimit auf Autobahnen klar unter dem derzeitigen österreichischen Limit von 130 km/h liege meinte Gorbach, die USA müssten ja nicht überall ein Vorbild sein und die Lage sei auch nicht direkt vergleichbar. Der Verkehrsminister möchte die von ihm vorgeschlagene teilweise Anhebung der Höchstgeschwindigkeit "seriös und nicht emotionalisiert" diskutieren, sagte er am Dienstag zum Abschluss seines USA-Besuches in Los Angeles.

In den USA ist die Höchstgeschwindigkeit je nach Bundesstaat verschieden geregelt, liegt jedoch nirgends über 75 Meilen pro Stunde (121 km/h). In Kalifornien beträgt das Limit für Autobahnen 70 Meilen pro Stunde (113 km/h).

Als "überlegenswerte Idee" sieht Gorbach allerdings die Regelung, dass die linke Fahrspur auf mehrspurigen Autobahnen nur benutzt werden kann wenn mindestens zwei Personen im Auto sitzen und eine Verletzung mit hohen Geldstrafen geahndet wird. Diese "High Occupancy Vehicle Lanes" sind Spuren die meist zur Zeit des Stoßverkehrs für Wagen mit mehr als einem Insassen reserviert sind. Das biete natürlich einen starken Anreiz zu Fahrgemeinschaften, da die linke Fahrspur schneller sei. Bei zweispurigen Autobahnen sei diese Idee zwar nicht umsetzbar aber "man muss immer vorausdenken", so der Vizekanzler. (APA/red.)

16.3.2005 12:41