Mittwoch, 16. März 2005

Osterferien im Himalaya: Plassnik und Gehrer geben Entwicklungshilfe in Bhutan

  • Österreichische Hilfe für Schulprojekt und Kraftwerk
  • Zusammenarbeit mit buddhistischem Königreich

Außenministerin Ursula Plassnik und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (beide V) werden die Osterfeiertage im Himalaya verbringen: Die beiden Ministerinnen reisen zu einem mehrtägigen offiziellen Besuch in das Himalaya-Königreich Bhutan. Plassnik wird dort ein mit Hilfe österreichischer Mittel gebautes Kraftwerk eröffnen, ihre Kabinettskollegin ein Schulprojekt, das ebenfalls von Österreich finanziert wird. Auch eine Audienz beim König ist vorgesehen.

Wie im Außenministerium mitgeteilt wurde, wird Plassnik unmittelbar nach dem Brüsseler EU-Gipfel (21./22. März) nach Asien reisen und zu Gehrer stoßen, die zwei Tage früher nach Bhutan fliegt. Das buddhistische Königreich - es ist etwa halb so groß wie Österreich und hat nur 850.000 Einwohner - ist ein Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Ein Höhepunkt der Bhutan-Visite wird am (Kar-)Freitag, 25. März, eine Audienz bei König Jigme Singye Wangchuk sein. Begegnungen mit dem Ministerpräsidenten und dem Außenminister des Mini-Königreichs stehen ebenfalls auf dem Programm. Die älteste Tochter des Monarchen, Ashi Chimi, hatte im September 2004 Österreich besucht und in Eisenstadt an einer Tagung der europäischen Bhutan-Gesellschaften teilgenommen. Die "Gesellschaft Österreich-Bhutan" unter ihrem Präsidenten Claus Walter finanziert ein Schulprojekt in Bhutan.

Am Samstag wird Plassnik die Eröffnung des Wasserkraftwerks Basochu vornehmen. Dann wird die Reise weiterführen nach Trongsa Dzong in Zentral-Bhutan. Das buddhistische Architekturjuwel beherbergt wertvolle Kulturdenkmäler- eine riesige Klosteranlage und zahlreiche Tempel. Auch mit österreichischen Mitteln wurden dort Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Am 29. März kehrt die österreichische Delegation nach Wien zurück. (apa/red)

16.3.2005 10:58