Wieder Sprengung eines Bankomaten: Gröding in Salzburg dieses Mal der Tatort
- Verfolgungsjagd: Verdächtige hängten Gendarmerie ab
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·Bankomat-Sprengung
in Gröding&Judenburg
BILDER: So brutal geht die Bankomat-Bande vor
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Gestohlener BMW der Diebe in Fohnsdorf geparkt
Nur zwei Tage, nachdem unbekannte Täter in einer Bank im obersteirischen Judenburg zwei Bankomaten gesprengt und rund 16.000 Euro erbeutet hatten, schlug vermutlich dieselbe Bande Mittwoch früh in Grödig bei Salzburg erneut zu: Die Ganoven sprengten den Bankomaten der Sparkasse Grödig und erbeuteten rund 40.000 bis 50.000 Euro. Bei einer Verfolgungsjagd auf der Tauernautobahn konnten sie dann die Gendarmerie mit über 200 km/h abhängen.
Zwei völlig vermummte Männer hatten um 2.17 Uhr ein Gemisch aus Sauerstoff und einem leicht entzündbaren Gas in den Geldautomaten eingeleitet und diesen gesprengt, schilderte Richard Schiefer, Dienst habender Leiter der Kriminalabteilung Salzburg. Zur selben Zeit ging bei der Gendarmerie der Alarm ein. Die Täter räumten in kürzester Zeit das Geld aus dem Gerät und flüchteten. Ein dritter Komplize wartete mit dem Fluchtfahrzeug nahe der Sparkasse. Der Wagen, ein schwarzer VW Golf GTI, Baujahr 2003, mit dem Kennzeichen JO-27NM, war in Bischofshofen im Pongau gestohlen worden.
Das Trio warf bei der Flucht Eisenkrallen aus dem Fahrzeug, um die Verfolgung zu erschweren. Auf der Tauernautobahn wurde eine Gendarmeriestreife auf den dahinrasenden Wagen aufmerksam und fuhr ihm nach. Aber schon kurz nach dem Knoten Salzburg, wo der Golf Richtung Walserberg fuhr, wurden die Beamten abgehängt. Ob die Täter nach Deutschland fuhren oder am Walserberg umkehrten beziehungsweise die Autobahn verließen, konnte nicht mehr festgestellt werden.
Eine Gasflasche konnte in der Bank gefunden werden. Die Explosion richtete jedenfalls gewaltigen Schaden an. Eine Wand wurde nach außen gedrückt, sämtliche Scheiben seien zerborsten, so der Kriminalist. Die zwei Täter, welche die Bank betreten hatten, wurden von der Überwachungskamera aufgenommen. Sie waren beide komplett vermummt.
Bereits im Dezember des vergangenen Jahres wurden drei ähnliche Straftaten verübt: In Kärnten wurden zwei Bankomaten gesprengt und ausgeräumt, im Burgenland rissen Unbekannte einen Geldautomaten aus der Bodenverankerung und transportierten ihn ab. Mitte Jänner wurde in der Steiermark versucht, einen Bankomat aus der Verankerung zu reißen, und in der Nacht zum Montag wurden in einer Bank in Judenburg (Steiermark) zwei Bankomaten herausgesprengt. Zumindest bei den Sprengern dürfte es sich immer um dieselben Täter handeln. Auch in Oberitalien wurden schon mehrmals Bankomaten gesprengt.
Die Ermittlungen nach der Serie von Bankomat-Sprengungen werden in drei Bundesländern von der örtlichen Polizei und Gendarmerie geführt und vom Bundeskriminalamt (BK) in Wien koordiniert. Dessen Sprecher Gerald Hesztera sagte, dass auch mit den italienischen Behörden zusammengearbeitet werde. Besonderes Augenmerk werde auf akribische Tatortsicherung gelegt. Die Auswertung durch Kriminaltechniker läuft ebenfalls im BK zusammen.
Die Gendarmerie-Kriminalabteilung Salzburg bittet unter der Nummer 059133/50 3333 oder 0664/3230511 um zweckdienliche Hinweise.
(apa/red)
