Spektakuläre Rettung: Betagter Münchner überlebte in Tirol fünf Tage im Freien
- Tourengeher mit starken Erfrierungen in Klinik gebracht
- 73-Jähriger verlor bei Abstieg Rucksack mit Mobiltelefon
Ein Aufsehen erregender Rettungseinsatz hat sich am Montag in den Kitzbüheler Alpen abgespielt: Nach unglaublichen fünf Tagen im freien Skigelände wurde ein schneeblinder Tourengeher geborgen. Der 73-jährige Münchner hatte laut Gendarmerie starke Erfrierungen an Händen und Füßen erlitten.
Der Mann war am Donnerstag alleine zu einer Skitour auf das Sonnenjoch bei Alpbach (Bezirk Kufstein) aufgestiegen. Als es zu schneien begann und die Sicht sich verschlechterte, drehte er um. Beim Abstieg wurde der Deutsche dann vom Pech verfolgt: Er verlor seinen Rucksack mit einem darin befindlichen Handy und wurde auch noch schneeblind.
Rund 200 Meter unterhalb der versperrten Otto-Leixl-Hütte versuchte er sich in Sicherheit zu bringen. Unter einer Schneewechte in 1.800 Metern Höhe setzte er sich auf seine Skier und wartete ab.
Erst Montagmittag entdeckte ein zufällig vorbeikommender Tourengeher den Münchner und alarmierte die Rettung. Gegen 12.00 Uhr wurde der 73-Jährige schließlich mit einem Hubschrauber geborgen und in die Innsbrucker Klinik geflogen. Seine Extremitäten waren zu diesem Zeitpunkt bereits steif gefroren. (apa)
