Gedenken an Leiden und Auferstehung Christi: Ostern ist ältestes christliches Fest
- Höhepunkt des Kirchenjahres und Ende der Fastenzeit
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Tipps für gelungene Oster- Jause nach dem Fasten
Zu Ostern feiern die Christen die Auferstehung Christi von den Toten. Es ist das älteste christliche Fest und Hauptfest des Kirchenjahres. In der Karwoche vor dem Osterfest, die mit dem Palmsonntag (heuer am 20. März) beginnt, gedenken die Christen mit Gottesdiensten und Fasten der Leidenszeit Christi. Vom Gründonnerstagabend bis zur Auferstehungsfeier am Sonntag schweigen die Kirchenglocken.
Die Feier von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu an den "Heiligen Drei Tagen" Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag ist Höhepunkt der Liturgie im Jahresablauf. Die "Heiligen Drei Tage" gelten als liturgische Einheit und werden als "Österliches Triduum" (Triduum paschale) bezeichnet.
Fastenzeit zu Ende
Mit dem Gründonnerstag endet die 40-tägige Fastenzeit. Der abendliche Gottesdienst zum Gedenken an das Letzte Abendmahl und die Gefangennahme Jesu erinnert auch an die Einsetzung des Eucharistiesakramentes. Nach dem Gloria verstummen die Glocken, von denen der Volksmund sagt, sie seien "nach Rom geflogen", bis zur Osternacht. An ihre Stelle treten die hölzernen "Ratschen", deren knatterndes Geräusch zu Mittag und zum Vesperläuten die Funktion der Glocken ersetzt.
Karfreitag als Todestag Christi
Für die Bezeichnung Gründonnerstag gibt es verschiedene Deutungsmöglichkeiten. Einerseits wird sie von "greinen" (weinen) abgeleitet, andererseits von der Farbe grün (weil aus Fastengründen etwas Grünes - in der Regel Spinat - verzehrt wird).
Der Karfreitag - stammt vom althochdeutschen "kara" für Klage, Trauer - ist neben dem Aschermittwoch auch heute noch der einzige vorgeschriebene Fasttag in der katholischen Kirche. In den Pfarren wird um 15.00 Uhr, der Todesstunde Christi, eine Kreuzwegandacht gehalten. In vielen Betrieben wird für eine Gedenkminute die Arbeit niedergelegt.
Mit der Osternachtfeier am Karsamstag erreicht die "Heilige Woche" ihren Höhepunkt. Das Fest der Auferstehung Jesu ist das älteste der christlichen Kirchen, hervorgegangen aus dem jüdischen Passahfest. Christen feiern die Auferstehung Jesu, das Fundament des christlichen Glaubens. Die Osternacht-Liturgie beginnt mit dem dreimaligen Ruf "Lumen Christi" ("Licht Christi").
Ostersonntag ursprünglich ohne Liturgie
Bei der Osternachtfeier wird im Freien ein Feuer entfacht, an dem die Osterkerze, ein Sinnbild für den auferstandenen Christus, entzündet wird. Die Prozession mit der brennenden Osterkerze in die finstere Kirche soll an die Feuersäule erinnern, die den Israeliten den Weg in die Freiheit wies. Sie ist aber auch Erinnerung an die Worte Christi: "Ich bin das Licht der Welt."
Der Ostersonntag hatte ursprünglich keine Liturgie, weil der Osternacht-Gottesdienst bis in die Morgenstunden dauerte. Inzwischen wird in allen Kirchen an diesem Tag ein Hochamt gelesen.
Der Ostermontag ist zwar kein kirchlich gebotener Feiertag, gilt jedoch in Österreich ebenfalls als gesetzlicher Feiertag. Heilige Messen werden auch an diesem Tag gelesen. In Erinnerung an den Gang Jesu nach Emmaus werden Wanderungen zu Kirchen unternommen.
(apa)
