Montag, 14. März 2005

Durch Sonnenschein: Lawinengefahr in Tirols Tourengebieten bleibt erheblich

  • Auslösewahrscheinlichkeit erhöht sich im Tagesverlauf
  • PLUS: Drei Tote nach Lawinenabgang in Saalbach

Die Lawinengefahr in Tirols Skitourengebieten oberhalb von 1.700 Metern bleibt am Montag weiter erheblich. Die Auslösewahrscheinlichkeit sollte sich im Tagesverlauf erhöhen, warnten die Experten des Lawinenwarndienstes.

Heikel bleiben hochalpin vor allem die frischen Triebschneeansammlungen, die weiterhin schlecht mit der darunter gelagerten Altschneeschicht verbunden seien. In den schneeärmeren, inneralpinen Regionen sei zusätzlich das sehr lockere Schwimmschneefundament sehr störanfällig.

Die Lawinengefahr unterliegt sowohl einer Höhenabhängigkeit, als auch einer tageszeitlichen Abhängigkeit und dürfe insbesondere hochalpin unverändert nicht unterschätzt werden. Am Vormittag herrschte unterhalb etwa 1.700 Metern verbreitet mäßige Gefahr, darüber erhebliche Gefahr.

Mit der Sonneneinstrahlung und der steigenden Temperaturen steige die Lawinengefahr dann allerdings am Nachmittag auch in tiefen Lagen auf erheblich an. Ab dann sei besonders aus stark besonnten Hängen mit dem vermehrten spontanen Abgang von Lawinen zu rechnen. Neben den frischen Triebschneeansammlungen in kammnahen Bereichen würden in tiefen Lagen Lawinen vermehrt auf steilen Grashängen abgleiten.

Gefahrenstellen für den Wintersportler seien weiterhin vor allem in kammnahen Steilhängen aller Hangrichtungen sowie vermehrt in Steilhängen der Hangrichtung Nordwest über Nord bis Südost anzutreffen. Die Experten riefen zu Zurückhaltung bei der Befahrung sehr steiler Hänge auf.(apa/red)

14.3.2005 09:47