Antrag bei der UNESCO: Österreichischer Charme soll zum Weltkulturerbe werden!
- Ungewöhnliche Initiative der Österreich Werbung
- "Gastgeber-Charme macht Österreich unverwechselbar"
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Die Österreich Werbung (ÖW) hat bei der Berliner Tourismusbörse ITB mit einer Charme-Offensive der besonderen Art gestartet: "Wir wollen den Charme der österreichischen Gastgeber zum immateriellen Weltkulturerbe erklären lassen", kündigte ÖW-Chef Arthur Oberascher am Samstag bei der ITB in Berlin an.
Im Herbst sollen die erforderlichen Unterlagen vorliegen, 2006 soll das etwa zweijährige Aufnahmeverfahren bei der UNESCO beginnen, so der ÖW-Zeitplan. Schöne Landschaften, exzellente Küche oder Kulturschätze hätten andere Länder auch. Was ein Land wie Österreich unverwechselbar mache, sei "der Charme an der Schnittstelle zwischen Gast und Gastgeber" Diesen Charme soll eine Ausstellung am 1.400 m2 großen Österreich-Stand auf der ITB bis zum 15. März dokumentieren.
Der österreichische Charme manifestiert sich etwa in der Kategorie Tonkunst in der Gestalt des Operetten-Festspiele-Veranstalters Harald Serafin, als Tiroler Skilehrer Toni Sailer, als "charmanter Leckerbissen" Waldviertler Knödel, als Dienstleistung im Wiener Cafehaus, als k.u.k-Hofzuckerbäcker Josef Zauner in Ischl oder als "charmantes Ende", das Tobias Moretti als "Jedermann" der Salzburger Festspiele verkörpert.
Die UNESCO schützt besonders schützenswerte Kulturgüter als "Weltkulturerbe". Derzeit gibt es weltweit knapp 800 geschützte Kultur- und Naturstätten, acht davon in Österreich: die Altstädte von Salzburg, Graz und Wien, das Schloss Schönbrunn, die Semmeringbahn, die Wachau und die Landschaften Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut sowie jene um Fertö am Neusiedlersee.
Im Herbst 2003 hat die UNESCO eine Konvention auch zum Schutz des immateriellen Weltkulturerbes verabschiedet. Auf einer provisorischen Liste finden sich etwa das japanische Nogaku-Theater, das sizilianische Puppentheater, der belgische Binche-Karneval, die indische Tradition des vedischen Singens, die chinesische Kunst der Guqin-Musik oder "der kulturelle Raum des Jemaa el-Fna Marktes" in Marokko.
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