"Skandal erster Güte": TKK beschließt jetzt einheitliche Terminierungsentgelte
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Das von der Telekom Control Kommission (TKK) vorgelegte Positionspapier zur Vereinheitlichung der Mobilfunk-Terminierungsentgelte sei ein "Skandal der ersten Güte", zeigt sich tele.ring-Chef Michael Krammer in einer ersten Reaktion empört. Der "überproportionale Vorteil" des Marktführers Mobilkom Austria werde durch das Modell prolongiert und einzementiert, kritisierte Krammer: Auf dieser Basis sei eine Einigung unter den Betreibern über die künftigen Entgelte "unmöglich".
Es sei "erschütternd", dass offensichtlich die Lobbyingmaschinerie der Mobilkom stärker sei als die seriösen Berechnungen der Behörde, die binnen weniger Tage offensichtlich total über den Haufen geworfen worden seien, meinte der tele.ring-Chef. Die Mobilkom verdiene auf Grund von "Übergewinnen" aus Kosten für die Kunden-Rechnungslegung u.ä. rund 100 Mio. Euro pro Jahr. Dieses Missverhältnis werde durch das nunmehrige Modell prolongiert.
Das präsentierte TKK-Modell sieht die schrittweise Vereinheitlichung und Absenkung der aktuell unterschiedlichen Mobilfunk-Terminierungsentgelte, die sich Telekombetreiber gegenseitig für die Zustellung von Gesprächen in die jeweiligen Mobilfunknetze verrechnen, bis Anfang 2012 auf unter 10 Cent pro Minute vor und soll den Handynetzbetreibern als Grundlage für die zu führenden Entgelt-Verhandlungen dienen. (apa/red)
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