Mittwoch, 9. März 2005

T-Mobile Austria setzt auf UMTS und WLAN: Download-Speed verfünffacht sich

  • Vize-Präsident Stark: "Dem ordnen wir heuer alles unter"
  • Rufnummernmitnahme ist bis jetzt ein "Bauchfleck"

Der Mobilfunkanbieter T-Mobile International will in Zukunft unter dem Motto "Business in your pocket" ganz auf UMTS und WLAN (drahtlose Netzwerke) setzen. "Dem ordnen wir heuer alles unter", so Andre Stark, Vice Präsident Business Marketing von T-Mobile International.

Bei WLAN möchte man zu den weltweit wichtigsten Anbietern aufsteigen, das UMTS-Geschäft sei schon jetzt auf einem "sehr gutem Weg", ergänzte T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl im Vorfeld der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover.

T-Mobile Austria hat nach Eigenangaben bisher über 10.000 UMTS-Datenkarten verkauft. Der Datenumsatz mache rund 10 Prozent aus, rechne man den SMS-Umsatz weg, seien es drei bis vier Prozent. Mit Sprache und Daten mache man pro Kunden einen durchschnittlichen Umsatz von 34 Euro. Die Hälfte der Kunden nutze Wertkarten.

20.000 Blackberrys in Österreich
Einmal mehr lobte Pölz den Verkaufserfolg mit Blackbarrys, mobilen Endgeräten zur E-Mail-Übertragung. Rund 20.000 Blackbarrys und Smartphones (PDA mit Telefonfunktion) wurden demnach bisher von T-Mobile Austria verkauft.

Nicht zufrieden zeigte sich der zweitgrößte heimische Anbieter mit dem bisherigen Interesse an der Mitnahme der Rufnummer bei Betreiberwechsel ("Rufnummern-Portabilität"). Knapp 20.000 Rufnummernportierungen seien seit dem Start im Oktober 2004 insgesamt durchgeführt worden. "Wir haben einen negativen Saldo von 3.000 Kunden. In Summe ist die Nummernportabilität - wie von uns immer angekündigt - ein "Bauchfleck", so Pölzl. In erster Linie werde die Rufnummernmitnahme von Privatpersonen genutzt.

Beschleunigung von UMTS
Noch nicht konkret äußern wollte sich Pölzl zu der heute von der Telekom-Regulierungsbehörde RTR angekündigten Senkung der Zusammenschaltungsgebühren im Mobilfunk. "Wir werden die Reduktion der IC-Gebühren noch analysieren, aber wir haben immer den Standpunkt vertreten, dass derzeit die Mobilkom Austria bevorzugt wir - in einem Ausmaß, das in Europa einzigartig ist", so Pölzl.

Für die nahe Zukunft kündigte T-Mobile, eine Tochter der Deutschen Telekom, eine Beschleunigung der dritten Mobilfunkgeneration UMTS an. Mittels HSDPA soll in der Startphase eine fünffache Downloadgeschwindigkeit von UMTS erreicht. Nach Ostern soll bereits ein Testnetz on Air gehen. Der Ausbau auf HSDPA würde sich finanziell nur gering zu Buche schlagen, da es im Wesentlichen nur um eine Softwareaufrüstung des bestehenden UMTS-Netzes gehe. (apa)

9.3.2005 17:48