Dienstag, 8. März 2005

Intel kommt in die Bredouille: Japanische Kartellbehörde ortet unfaire Praktiken!

  • Konzern dränge Hersteller zum Einbau von Intel-Chips
  • Auch die EU ermittelt bereits gegen den Chiphersteller

Intel kommt in die Bredouille. Die japanische Kartellbehörde wirft dem größten Chiphersteller der Welt unfaire Geschäftspraktiken beim Vertrieb seiner Mikroprozessoren vorgeworfen. Die EU teilte mit, dass auch in Europa Ermittlungen gegen den amerikanischen Konzern liefen.

Die Kartellbehörde in Tokio erklärte, das US-Unternehmen habe japanische Computerhersteller dazu gedrängt, ausschließlich Intel-Chips einzubauen. Damit habe Intel Kartellgesetze verletzt. Vorausgegangen war eine Razzia im vergangenen April. Intel hat nun zehn Tage Zeit, um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Eine Geldstrafe wurde bisher nicht verhängt.

In Brüssel erklärte EU-Sprecher Luc De Hert: "Wir schauen uns genau die gleichen Themen an wie die Japaner, nur im europäischen Zusammenhang." Der Konzern verteidigte sein Verhalten: "Intel glaubt weiter, dass seine Geschäftspraktiken fair und gesetzeskonform sind." (apa/red)

8.3.2005 14:53