Donnerstag, 10. März 2005

Weniger offene Stellen am Arbeitsmarkt in Österreich: Ein Minus von 1,3 Prozent

  • Hauptgrund: Reduktion in Land- & Forstwirtschaft

Am Arbeitsmarkt ist im Vorjahr die Zahl der offenen Stellen leicht zurück gegangen - zumindest was jene Jobs betrifft, die beim Arbeitsmarktservice gemeldet wurden. Insgesamt waren mehr als 277.000 Arbeitsplätze zu haben (minus 1,3 Prozent). Trotz des niedrigen Wirtschaftswachstums und der schwächeren Arbeitskräftenachfrage konnte das hohe Niveau von 2003 in etwa gehalten werden.

Zu dieser Entwicklung haben nach AMS-Vorstand Herbert Böhm auch die vermehrten Unternehmensbesuche von AMS-Mitarbeitern beigetragen. Den gemeldeten offenen Stellen standen im Vorjahr im Jahresschnitt 286.525 Jobsuchende gegenüber.

Der geringfügige Rückgang bei den offenen Stellen sei vor allem auf die Stellenreduktion in der Land- und Forstwirtschaft zurückzuführen, im Produktions- und Dienstleistungsbereich nahm die Zahl der gemeldeten Jobs im Vorjahr um 1,1 bzw. um 2,8 Prozent gegenüber 2003 zu.

Im Vorjahr wurden vom AMS insgesamt rund 254.100 offene Stellen besetzt, das waren um 1.900 oder um 0,8 Prozent weniger als im vorangegangenen Jahr. Rund 67 Prozent der Stellen konnten bereits innerhalb eines Monats besetzt werden. Den höchsten Anteil an Stellenbesetzungen gemessen an allen Stellenabgängen meldeten Vorarlberg und Salzburg mit je 97 Prozent, gefolgt von Oberösterreich und der Steiermark mit je 93 Prozent sowie Wien, Kärnten, Burgenland mit jeweils 90 Prozent. In Niederösterreich betrug der Anteil 89 Prozent und in Tirol 88 Prozent.

Ohne Primärsektor wäre die Zahl der Stellenbesetzung im Jahresvergleich jedoch um insgesamt 3 Prozent gestiegen. Im Produktionssektor habe es ein Plus von 2,7 Prozent und im Dienstleistungssektor sogar von 3,1 Prozent gegeben, so Böhm.
(apa/red)

10.3.2005 14:25