Donnerstag, 10. März 2005

Olympia in Salzburg bringt Arbeitsplätze: 1.800 neue Jobs pro Jahr werden erwartet

  • Winterspiele 2014 lösen schon vorab weite Effekte aus
  • Ereignis rückt Land in Blickpunkt der Weltöffentlichkeit

"Wir stehen als Arbeiterkammer (AK) nicht als Jubelstelle für irgendein Ereignis zur Verfügung." Aber auch bei methodisch sehr strenger und zurückhaltender Analyse würden Olympische Spiele in Salzburg beträchtliche Wachstums- und Beschäftigungseffekte auslösen, sagte der Salzburger AK-Direktor Gerhard Schmidt heute, Donnerstag, bei einem Pressegespräch in Salzburg. Zwischen 2008 und 2014 rechnen AK-Experten allein durch die Spiele mit einem Beschäftigungszuwachs von einem Prozent im Jahr.

1.800 neue Jobs im Jahr erwarten sich Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund: bei Bauten im Rahmen des Olympiabudgets (ohne die öffentlichen Infrastruktur-Maßnahmen) werden 500 Menschen zwischen 2008 und 2013 Beschäftigung finden, aus den unmittelbaren Veranstaltungsbudgets erwartet man sich zwischen 2008 und 2014 rund 700 Beschäftigte. Rund 600 Jobs werden durch die damit unmittelbar verbundenen indirekten Beschäftigungseffekte entstehen. Dies hätten Berechnungen der AK-Wirtschaftsexperten ergeben, sagte Schmidt.

"Es gibt im Vergleich zu den Olympischen Spielen kein Ereignis, das einen Ausrichter mehr in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit rückt und einer Region besser die Gelegenheit gibt, sich mit ihrer Leistungsfähigkeit und Weltoffenheit zu präsentieren", meinte Schmidt. Bereits die Vergabe des herausragendsten globalen Sportereignisses hätte positive Wirkkraft auf die Wirtschaft. Vor allem durch Investitionen in die Infrastruktur entstünden positive Einkommens- und Beschäftigungsentwicklungen.

"Die Olympische Durchführungs-Gesellschaft würde über fünf Jahre hindurch unter den Top 25 Unternehmen des Landes Salzburg zu finden sein", sagte Schmidt. Das Wirtschaftswachstum würde in Salzburg in diesen sechs Jahren, bis die Eröffnungsfanfare ertönt, um zumindest 0,8 Prozent pro Jahr gesteigert. Dabei seien Wirkung und Maßnahmen in der öffentlichen Infrastruktur gar nicht berücksichtigt. "Zum Vergleich: Die regionalen Wachstumsraten lagen in Salzburg in den vergangenen sechs Jahren im Schnitt bei insgesamt zwei Prozent", rechnete AK-Präsident Siegfried Pichler vor.
(apa/red)

10.3.2005 14:49