Rückkehr in die Gewinnzone: VA Tech
will 2005 Früchte der Sanierung ernten
- Sanierungskosten rissen tiefes Loch in die Bilanz
- Siemens hält 97,15 %, jetzt prüfen EU-Kartellwächter
Sanierungskosten in dreistelliger Millionenhöhe haben dem Linzer Anlagenbauer VA Tech 2004 ein tiefes Loch in die Bilanz gerissen: Mit mehr als 67 Mio. Euro Konzernverlust wurden das dritte Jahr in Folge rote Zahlen geschrieben. Eine Dividende entfällt erneut. Heuer will der noch börsenotierte Konzern wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Die Prognose lautet auf mehr als 66 Mio. Euro.
Die VA Tech gehört nach einem erfolgreichen Übernahmeangebot von Siemens seit Februar praktisch zum Münchner Konzern. Mit einem gut gefüllten Auftragspolster im Rücken und nach der Sanierung der Trafo- Sparte T&D und der Wassertechnik Wabag sieht Vorstandschef Klaus Sernetz die "Basis für eine erfolgreiche zukünfige Entwicklung des Unternehmens gegeben". Durch den Auftragsstand seien bereits mehr als 70 Prozent des geplanten Umsatzes abgesichert. Der Auftragseingang kletterte 2004 um 9 Prozent auf 4,63 Mrd. Euro.
In Summe sollte das Jahr 2005 für die VA Tech auch bei leichter Abschwächung gegenüber 2004 weiterhin ein günstiges Investitionsklima der Kapitalgüterindustrie bringen. Sowohl in der Eisen- und Stahlindustrie als auch in der Energiebranche und im Infrastruktur- Bereich würden die Indikatoren nach oben weisen. Nach einem Umsatzplus von 6 Prozent auf 4,07 Mrd. Euro im vergangenen Jahr rechnet Sernetz heuer mit einem weiteren Anstieg beim Umsatz, wie aus den Unterlagen zur heutigen Bilanzpressekonferenz hervorgeht.
Die Bilanzpressekonferenz in Wien war wohl die letzte der VA Tech in dieser Form. Wie bericht hält Siemens 97,15 Prozent am größten österreichischen Technologiekonzern. Die EU-Kartellwächter sind nun am Prüfen. Siemens erwartet, dass der Deal ohne allzu große Probleme durchgewinkt wird und das Closing spätestens in der zweiten Juli-Hälfte erfolgen kann. (apa)
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