"Eklatante Ungleichbehandlung": AUA klagt gegen erhöhte Sicherheitsgebühren
- Lauda und Air Berlin möchten sich Klage anschließen
- "Das war eine regelrechte Nacht- und Nebelaktion"
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Die Austrian Airlines machen mobil gegen die mit Anfang 2005 erhöhten Sicherheitsgebühren. "Wir haben eine Klage vorbereitet, die in den nächsten Tagen an den Verfassungsgerichtshof geht", sagte ein AUA-Sprecher am Mittwoch. Die AUA sieht in der vom Finanzministerium von 4,36 auf knapp 8 Euro erhöhten Gebühr eine "eklatante Ungleichbehandlung" der Luftfahrt gegenüber anderen Verkehrsträgern.
Niki Lauda, Chef des Billigfliegers "Niki", will sich mit seinem Partner Air Berlin in der Causa juristisch mit der AUA koordinieren und die Klage unterstützen, schreibt der "Kurier". Lauda ärgert sich besonders über die Vorgangsweise von Innen- und Finanzministerium, die beide für die drastische Erhöhung zuständig sind: "Das war eine regelrechte Nacht- und Nebelaktion. Wir haben erst vier Wochen vorher davon erfahren. Jetzt können wir die Gebühr für jene Tickets, die bis dahin schon verkauft waren, selbst bezahlen".
Lauda, der den daraus resultierenden Verlust auf rund 300.000 bis 400.000 Euro schätzt, kritisiert außerdem ebenso wie die AUA, "dass diese Gebühr nicht zweckgebunden ist". Die beiden Ministerien seien den Nachweis, "warum es um soviel teurer geworden ist", schuldig geblieben. Lauda: "Es hat sich nämlich nichts geändert. Weder gibt es mehr Sicherheitskräfte noch gibt es neue Geräte".
Auch die irische Ryanair, Europas größte Billig-Airline, kritisierte am Mittwoch "die idiotische Erhöhung der Sicherheitsgebühr". Die höheren Kosten könnten dazu führen, dass Ryanair künftig verstärkt in den neuen EU-Nachbarländern wachse und in Österreich stagniere. (apa)
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