Anpfiff für Börsegang der RZB-Osttochter: HV gibt grünes Licht für Kapitalerhöhung
- Raiffeisen International stockt Anteile auf 17,6 % auf
- Erstnotiz erfolgt wahrscheinlich in dritter April-Woche
Für den Börsengang der Raiffeisen International, der Ostbanken-Holding der Raiffeisen Zentralbank (RZB), sind die Weichen nun endgültig gestellt. Die Raiffeisen International (RI) wird ihr Grundkapital von bisher 380,4 Millionen Euro um bis zu 67 Millionen oder 17,6 Prozent durch die Ausgabe neuer Aktien aufstocken. Dies hat eine Sonder-Hauptversammlung am Dienstag in Wien beschlossen.
Ab Anfang April finden - vorbehaltlich der gesetzlich vorgeschriebenen Schritte (wie etwa der Prospekteinreichung) - österreichweit Informationsveranstaltungen statt, teilte die RZB mit. Der Anpfiff für den Börsengang erfolgt am 4. April, dem Tag der RI- Bilanzpressekonferenz.
Auch nach dem Börsengang, der zum Teil über eine Kapitalerhöhung (unter Ausschluss der Bezugsrechte der Altaktionäre) erfolgt, soll die Mehrheit an der Raiffeisen International bei der RZB bleiben. Derzeit hält die RZB noch 86 Prozent der Anteile. Die Raiffeisenlandesbanken sind mit sechs Prozent beteiligt, die Weltbanktochter IFC und die EBRD nach ihrem Einstieg im Oktober 2004 mit jeweils vier Prozent.
Das Emissionsvolumen soll zwischen 20 und 30 Prozent liegen. Bei Kleinaktionären werden aus heutiger Sicht maximal fünf bis zehn Prozent landen, diese Erwartung hatte der RZB-Vorstand zuletzt geäußert. Die Bandbreite für den Emissionserlös, letztlich abhängig vom platzierten Volumen, war mit 500 Millionen bis einer Milliarde Euro bisher sehr weit gefasst. Marktkreise rechnen damit, dass die Aktien der Raiffeisen International in der dritten April-Woche - das ist die 16. Kalenderwoche - erstmals an der Wiener Börse notieren. (apa)
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