Alles ist möglich, aber nix ist fix: Nach 1:1 in Wien ist Austria in Saragossa gefordert!
- Sportdirektor Kronsteiner spricht von 40:60-Chance
- PLUS UMFRAGE: Schafft Austria trotzdem den Aufstieg?
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Nach dem 1:0-Heimsieg im Gruppen-Spiel im November mögen viele Fußball-Fans das 1:1 von Austria Magna am Mittwoch auf dem Eislauf-Platz namens Happel-Stadion gegen Real Saragossa als "Rückschritt" empfinden. Doch im Lager der Violetten herrscht weiter das positives Denken vor, das Viertelfinale des UEFA-Cups zu erreichen. "Wir fahren wieder mit Zuversicht nach Spanien, wir sind absolut wettbewerbsfähig", sagte am Freitag Sportdirektor Günter Kronsteiner.
Das hatten die Veilchen auch schon gegen Athletic Bilbao bewiesen. Damals gab es nach einem torlosen Remis in Wien dann im Baskenland einen 2:1-Erfolg. Kronsteiner schätzt die Aufstiegschancen vor dem Rückspiel am 17. März im Estadio de la Romareda (20.45 Uhr/live Premiere Austria) aus seiner Sicht mit "40:60" ein. Dass die Quoten diesmal nicht besser stehen, hat sich die Austria selbst zuzuschreiben. Denn vor dem Ausgleich der Aragonier hatten die Hausherren im Vergleich zur November-Partie deutlich mehr Chancen gehabt, mehr als nur ein Tor zu erzielen.
"Daher hat das Resultat einen bitteren Beigeschmack. Es wäre mehr möglich gewesen. Wir haben 60 Minuten, die Gäste 30 Minuten gut gespielt", meinte Kronsteiner. Unter dem Strich müsse man die Kirche im Dorf lassen, man habe gegen eine spanische Spitzenmannschaft bestanden. "Und wir können wieder auswärts bestehen, obwohl wir wissen, dass es dort sehr schwer wird." Zumindest ein Tor muss in Saragossa auf alle Fälle her. Kronsteiner erwartet kein reines Konterspiel wie in Bilbao.
"Saragossa wird vorerst auf Absicherung und Abwarten bedacht sein und dann erst versuchen, einen Treffer vorzulegen. Wir werden da auch Spielanteile vorfinden", glaubt der Sportdirektor, der im Rückspiel den gesperrten Vachousek ersetzen muss und um dessen verletzten Ersatz Janocko noch bangt. "Wir werden uns in Saragossa nicht verstecken" verspricht Markus Kiesnebner und Kapitän Ernst Dospel fügte hinzu: "Die Ausgangsposition ist zwar nicht so optimal wie gegen Bilbao, aber wir können auch gegen Saragossa gewinnen."
Saragossa vorsichtig
Zufriedenheit herrschte natürlich im Lager der Aragonier. Victor Munoz fiel nach dem Schlusspfiff ein Stein vom Herzen. "Mit einem 0:1 wäre das Heimspiel für uns komplizierter. Wir müssen aber trotzdem vorsichtig sein und eine gutes Spiel abliefern, um aufzusteigen, denn die Austria ist auswärts besser als daheim." Dazu muss man wissen, dass Real vor eigenem Publikum eine Europacup-Macht ist. Seit 1987 hat man ausländischen Gästen in 20 Spielen keinen einzigen Sieg überlassen!
(apa/red)
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