Champions League: Bayern als der letzte deutsche 'Mohikaner' in Champions League
- Real steht nach Out gegen Juventus vor dem Kollaps
- Trainer-Guru Guus Hiddink überraschte mit Eindhoven
·CL: Bayern zittert sich ins Viertelfinale!
Juve siegt in Verlängerung,
auch Liverpool, PSV weiter
·Chelsea nach 4:2 gegen Barca weiter
Milan wirft ManU aus dem Bewerb, Lyon-Bremen 7:2
·CL: Der Spielplan bis zum Finale!
PLUS: Alle Ergebnisse der abgelaufenen CL-Saison
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MITREDEN: Chancen von GAK & Austria im Uefa-Cup
Die beiden europäischen Fußballgroßmächte Spanien und Deutschland stehen nach den Achtelfinalspielen der UEFA-Champions League beinahe mit leeren Händen dar. Deutschlands Fahnen hält nur mehr Bayern München hoch (3:2-Gesamtscore über Arsenal). Nach Meister Werder Bremen verabschiedete sich am Mittwoch auch Bayer Leverkusen (1:3-Heimniederlage gegen Liverpool). Noch schlimmer erwischte es die Spanier: Erstmals in der zehnjährigen Geschichte der Champions League schaffte kein spanischer Klub den Einzug unter die besten Acht.
Es hätte nach der Galavorstellung von Chelsea und Barcelona der zweite Fußball-Leckerbissen innerhalb von 48 Stunden werden sollen. Das "weiße Ballett" Real Madrid zog es gegen die "alte Dame" Juventus Turin aber vor, den knappen 1:0-Sieg aus dem Hinspiel über die Runden zu bringen. Eine Rechnung, die bis zur 75. Minute aufzugehen schien: Dann schoss der eingewechselte David Trezeguet (75.) mit einer akrobatischen Einlage das 1:0, in der Verlängerung (116.) gab schließlich Marcelo Zalayeta den "Galaktischen" den Todesstoß: "Ich habe mich noch nie so ausgelassen gefreut wie heute", jubelte Juventus-Coach Fabio Capello, Ex-Betreuer der Madrilenen.
Ronaldo nach Rot: "Das war eine große Blödheit von mir"
Beim neunfachen Europacup-Sieger Real hingegen steht nach der CL-Pleite und dem Acht-Punkte-Rückstand auf den FC Barcelona in der Meisterschaft der große Ausverkauf an. Ein erstes Zeichen setzte Neo-Coach Vanderlei Luxemburgo, als er in Turin einen glücklosen Superstar nach dem anderen vom Platz nahm. Zuerst Zidane, dann Beckham, schließlich sah Superstar Ronaldo nach Tätlichkeit auch noch Rot: "Das war eine große Blödheit von mir", beteuerte der Brasilianer, der zuvor zwei Mal knapp an Juve-Goalie Gianluigi Buffon scheiterte.
Bayern München hielt indes die Ehre der deutschen CL-Vereine hoch: Die Magath-Elf verlor nach dem 3:1-Heimsieg über Arsenal im Londoner Highbury-Stadion zwar mit 0:1, zog aber mit einem Gesamtscore von 3:2 erstmals seit drei Jahren wieder ins Viertelfinale ein: "Wir sind überglücklich, weil es bis zur letzten Sekunde kritisch war. Ich habe aber nie daran gezweifelt, dass wir weiterkommen", gab sich Trainer Felix Magath selbstbewusst. Und der wiedergenesene Sebastian Deisler, mit Michael Ballack Dreh- und Angelpunkt gegen Arsenal, setzte eins drauf: "Wir haben das Gefühl, dass wir im Moment jeden schlagen können."
Leverkusen musste sich Luis Garcia beugen
Die Bayern spielen in der Champions League nun den letzten deutschen "Mohikaner", denn nach Werder verabschiedete sich auch Leverkusen aus dem Bewerb. Ex-GAK-Coach Klaus Augenthaler suchte nach der zweiten 1:3-Niederlage gegen Liverpool gar nicht nach Entschuldigungen: "Wenn man zu Hause 3:1 verliert, hat man wenig Argumente, Liverpool war einfach eine Klasse besser." Augenthaler musste durch die Ausfälle der brasilianischen Verteidiger Roque Junior und Juan die Abwehr komplett umbauen. Milan Baros, der tschechische EM-Torschützenkönig bei den Reds, und der spanische Doppelpack-Torschütze Luis Garcia waren nie in den Griff zu bekommen.
Chancenlos war Vorjahresfinalist AS Monaco gegen den holländischen Tabellenführer PSV Eindhoven. Die Elf von Trainer-Guru Guus Hiddink siegte auswärts klar mit 2:0 und gilt bereits als Geheimfavorit im Match gegen die verbliebenen europäischen Großklubs: "Wir haben vielleicht keine Superstars, aber als Team sind wir extrem stark", erklärt Hiddink sein Erfolgsrezept. (apa/red)
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