Vor Achtelfinalduell: Austrias spanischer UEFA-Cup-Gegner ist ein Cup-Spezialist
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- Auswärtsschwäche: Nur Rang elf in der Primera Division
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ist jetzt Real Saragossa
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"Violetten" zuzutrauen?
Am Donnerstag trifft FK Austria Magna im UEFA-Cup-Achtelfinale abermals auf Real Sarargossa. Obwohl die Wiener im Gruppen-Spiel die Nordspanier mit 1:0 besiegten, sollte die violette Truppe von Sportmanager Günter Kronsteiner wachsam sein. Die Blauweißen, in der Primera Division derzeit Tabellenelfte, gehören zu Spaniens besten Turnier-Mannschaften. Bereits sechs Mal gewannen die Aragonier den nationalen Königspokal und sind damit gleichauf mit Valencia Rekordhalter.
"Real ist eine hervorragende Cup-Team. Obwohl wir in der spanischen Liga seit Jahren eher im Mittelfeld liegen, sind wir gerade in K.O.-Spielen sehr gefährlich", erklärt auch Carlos Puno, Sportjournalist der aragonesischen Zeitung "Heraldo de Aragón". Besonders stolz sind die Fans auf den Cup-Triumph im Vorjahr, als man die "Galaktischen" von Real Madrid im Endspiel 2:0 besiegte und ihren Traum vom Triple zerstörte. "Saragossa kann sich gerade in Entscheidungsphasen sehr gut motivieren und konzentrieren. Das bekamen Figo, Beckham, Zidane und Ronaldo hart zu spüren", meint Carlos Puno.
Der 1932 gegründete Verein spielt seit der Saison 1956/57 beinahe ununterbrochen in der spanischen Primera Division. 1971, 1977 und 2002 stieg Real Saragossa zwar in die zweite spanische Liga ab, schaffte aber immer sofort den Wiederaufstieg. Die zu den großen Traditionsvereinen Spaniens gehörenden Saragossaner wurden ein Mal Vizemeister, vier Mal Dritter, fünf Mal Vierter und fünf Mal Fünfter. Seine Glanzzeit feierte der Verein in den sechziger Jahren, mit dem viermaligen Einzug der "Glorreichen" ins Cup-Finale in Serie.
70er Jahre: Paraguayische Künste im Saragossa-Trikot
Zwar vermochten Canario, Marcelino und Villa nur zwei Endspiele für sich zu entscheiden, aber seitdem gelten sie in Spaniens fünftgrößter Stadt (621.000 Einwohner) als wahre Volkshelden. In den siebziger Jahren spielte Real Saragossa mit mehreren Nationalspielern aus Paraguay den schönsten Fußball Spaniens, wurde 1975 Vizemeister in der Liga. Doch erst im Jahr 1986 holten die Saragossaner im Finale gegen den FC Barcelona wieder den "Königscup".
Der Verein hat viele spanische Teamspieler wie den heutigen Trainer Victor Munoz hervorgebracht. Auch Juan Senor, Luis Enrique und andere Stars aus den 80er und 90er Jahren starteten ihre Karriere in Saragossa, wo man neben dem FC Barcelona und Real Madrid traditionell über eine der besten Jugendkaderschulen verfügt. Die 90er Jahre standen ganz im Zeichen von Trainer Victor Fernandez, der mit Saragossa 1994 erneut den nationalen Pokal holte und 1995 sogar gegen Arsenal den Europapokal der Pokalsieger gewann.
Argentinier sorgten für bisher letzten Cup-Erfolg
Danach wurde die Mannschaft verjüngt und man sackte von Jahr zu Jahr immer weiter in der Tabellen ab, bis in der Saison 2001/02 der Abstieg folgte. Dennoch blieb Real seinem Cup-Ruf treu und eroberte im Abstiegsjahr den Königspokal. Nach dem sofortigen Aufstieg nahm der Verein mit seinen argentinischen Stars wie Milito, Galletti, dem Brasilianer Savio und Jungstar Villa erneut die Trophäe aus den Hände von König Juan Carlos entgegen.
Derzeit liegen die Mannen von Munoz nur auf dem elften Tabellenplatz. "Wir sind auswärts sehr schwach. Wir haben in der laufenden Saison erst ein einziges Mal und zwar in La Coruna gewonnen. Nur FC Getafe ist auswärts noch schlechter als wir. Die Madrider sind in der Fremde sieglos", erzählt Puno die aktuelle Situation. Wie er halten auch die Real-Spieler es deshalb auch für einen "großen Vorteil", dass das Hinspiel gegen Austria in Wien stattfindet. "Wenn wir in Wien ein Remis holen, was durchaus möglich ist, dürften wir es zu Hause schaffen", ist sich Puno sicher. (apa)
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