Montag, 7. März 2005

Austria spioniert: Lars Söndergaard von Saragossas 1:0 aber wenig beeindruckt

  • Trainer der "Violetten": "Es war kein so gutes Spiel"
  • Auch die spanischen Medien sahen wenig Positives

"Es war kein so gutes Spiel", hatte Austria-Trainer Lars Söndergaard Sonntag Abend nach seiner Spionagereise nach Saragossa geurteilt. Die spanischen Presse-Kiebitze gaben dem Dänen Recht, zeigten sich aber weniger höflich: "Schlechte Partie in La Romareda", schrieb etwa die Sportzeitung "As". Unter dem Strich blieb aber der Erfolg: In der "Primera Division" verbuchte Real Saragossa vor dem UEFA-Cup-Achtelfinal-Hinspiel gegen die Wiener am Donnerstag im Happel-Stadion einen wichtigen 1:0-Sieg gegen Racing Santander.

"Capi holt Saragossa aus der heißen Zone", beschrieb "Marca" daher den Umstand, dass sich Saragossa mit dem Sieg vor 32.000 Zuschauern ein wenig von den Abstiegsrängen absetzte. Dennoch gewann auch "Marca" dem Gebotenen wenig Positives ab: Ohne Mittelfeldspieler Jose Maria Movilla habe das Team von Trainer Victor Munoz beim Spielaufbau sehr gelitten. Die Nachrichtenagentur "europapress" ortete ein Spiel, dem zu sehr anzumerken war, dass beide Teams vor allem "keine Fehler" begehen wollten. "As" sekundierte. "Ein langsames und vorhersehbares Spiel von Saragossa", hieß es dort.

Dass Manuel Capi in der 59. Minute mit seinem ersten Saison-Treffer dennoch das goldene Tor gelang, war freilich gewissermaßen auch eine Frage der Zeit. Als er den Ball über die Linie brachte, hatte der vierte Schiedsrichter schon die Tafel mit seiner Nummer in der Hand. Der Wechsel wurde dann auf die 80. Minute verschoben, als Juan Jose Camacho sein Liga-Debüt im Saragossa-Dress gab. Mit ihm hat übrigens schon Sturm Graz einmal im UEFA-Cup Bekanntschaft gemacht. In der Saison 2002/03 spielte Camacho beim FC Livingston aus Schottland.

(apa)

7.3.2005 11:36