Sonntag, 13. März 2005

Austria gewinnt das 271. Wiener Derby:
1:0-Heimsieg über Rapid im Horr-Stadion!

  • Rapid nun seit 15 Spielen ohne Sieg gegen Veilchen
  • Plus Reaktionen: "Die Austria hat verdient gewonnen"

"Winterkönig" Rapid ist seit Sonntag nach seinem ersten (schwachen) Auftritt 2005 auch nach Verlustpunkten nicht mehr die Nummer eins in der T-Mobile-Bundesliga: Die 0:1-Niederlage im 271. großen Wiener Derby gegen die Austria warf die Hütteldorfer in der Tabelle hinter Pasching (plus vier Punkte) und Austria (plus zwei/bei jeweils einem Spiel mehr) auf Rang drei der Tabelle zurück. Somit blieb der Rekord-Champion zum 15. Mal in Folge gegen den Lokalrivalen sieglos. Sigurd Rushfeldt glückte bereits in der achten Minute mit seinem 15. Saisontreffer das verdiente Siegestor.

Rapid hatte vorher seit 8. Dezember kein Bewerbsspiel bestritten, während die Austria diesbezüglich mit vier (drei im UEFA-Cup, eines in der Bundesliga) aufwarten konnte. Möglicherweise machte das den Hauptunterschied aus, wenngleich von den "Grün-Weißen" nicht nur spielerisch, sondern auch kämpferisch nicht allzu viel kam. Vielleicht trug auch das frühe Tor dazu bei, dass sich die Austria in ihrem Stadion bei recht windigen Verhältnissen auch wie der wahre Hausherr präsentierte.

Beim Tor bediente Blanchard aus dem Mittelfeld Vastic, dieser ferselte den Ball Richtung Rushfeldt, Martin Hiden intervenierte schlecht und der Norweger befand sich plötzlich allein vor dem aus seinem Gehäuse gestürzten Payer und verwandelte zu seinem siebenten Derby-Tor. In der Folge agierte die Austria, Rapid reagierte bestenfalls. Im Mittelpunkt des Geschehens stand in der Folge meist Payer, der bei Schüssen bzw. Freistößen von Blanchard (15.), Kiesenebner (29.) und Papac (34.) zur Stelle war.

Payer verhindert höheren Rückstand
In der 35. Minute schien das 2:0 fällig, als Payer bei seinem einzigen Fehler bei einem Schuss von Papac den Ball vor die Füße von Vachousek abklatschen ließ, bei den folgenden zwei Nachschüssen des Tschechen aber dann glänzend reagierte. Rapid war vor der Pause eigentlich nur zwei Mal einigermaßen gefährlich, bei einem Stanglpass von Ivanschitz (27.) und einem (zu schwachen) Kopfball von Kincl (41.).

Nach der Pause vergab die Austria durch Rushfeldt (56./61./85./89.), Sionko (64.) und Dosunmu (89.) teilweise zwingende Chancen auf das 2:0, während Rapid wieder nur mit Halbchancen für Hofmann (62./der noch unter Trainingsmangel leidende Deutsche war in der 56. Minute für Neuerwerbung Valachovic gekommen), Sturm (75.) und Kincl (84.) zwar bemüht, aber wenig erfolgreich war.

In der 78. MInute hätte der meist souveräne Schiedsrichter Thomas Steiner allerdings Elfmeter für Rapid geben müssen, als Kiesenebner einen Freistoß von Hofmann in der Mauer stehend mit erhobener Hand abwehrte, doch das Pfeiferl des Referees blieb ebenso stumm wie knapp vor der Pause, als Feldhofer im Strafraum Papac unsanft zu Boden gezwungen hatte. Der "Flug" von Lawaree "über das Bein von Antonsson in der 81. Minute sah eher wie eine Schwalbe aus. Damit ist die Austria gegen Rapid weiterhin seit dem 6. Mai 2001 (2:0 für die Grünen) ungeschlagen.

(apa/red)

13.3.2005 18:03