Donnerstag, 10. März 2005

Verlängert Trainerduo? Austria legte ihrem Betreuerstab Vertragsangebote vor

  • Sportdirektor Kronsteiner: "Angenehmste Mannschaft"
  • Wien lässt drei Standorte für violette Heimstätte prüfen

Die volle Konzentration von Fußball-Vizemeister Austria Magna gehört derzeit den zwei UEFA-Cup-Treffen mit Real Saragossa und dem Wiener Derby gegen Rapid am Sonntag. Aber im Hintergrund werden schon die Personalien für die Zukunft ausgelotet. Die Wiener legten am Dienstag Sportmanager Günter Kronsteiner, Trainer Lars Söndergaard, Co-Trainer Hans Dihanich, Tormann-Trainer Franz Gruber und Kondi-Mann Gerhard Zallinger Vertragsangebote vor.

"Daran verschwende ich derzeit überhaupt keine Gedanken und in der Öffentlichkeit sage ich dazu schon überhaupt nichts", meinte Kronsteiner zu dem Offert, das wie alle anderen den Titelgewinn in der T-Mobile-Liga als Klausel voraussetzt. Dass sich der Steirer derzeit in Favoriten pudelwohl fühlt, sieht man nicht nur an der freudigen Ausübung seiner Tätigkeit, sondern auch an seinen Aussagen. "Austria ist die angenehmste Mannschaft, mit der ich je gearbeitet habe. Dass es phasenweise ein Mal kracht, ist im Arbeitsleben ganz normal", so der 51-Jährige.

Markus Kraetschmer, der dabei gewesen war, als Generalmanager Toni Polster den Betreuern einzeln die Angebote unterbreitet hatte, sagte zu den eventuellen Verlängerungen der Arbeitsvereinbarungen: "Jeder soll sich die Sache nach den wichtigen Spielen in Ruhe überlegen und dann werden wir uns abermals zusammensetzen", so der Austria-Manager, der auch zur aktuellen Stadion-Situation der Veilchen und die von der Gemeinde Wien angekündigten Einbau einer Rasenheizung im Happel-Stadion offen Auskunft gibt.

Keine großen Investitionen in das Horr-Stadion
Grete Laska, Wiens Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin, hatte in einem Interview betont, dass das gemeindeeigene Horr-Stadion Angelegenheit des dortigen Pächters Austria sei. Dazu der Austria-Funktionär: "Eine Investition in dieser Höhe hat am Verteilerkreis keinen Sinn, wenn es im Prater die Rasenheizung gibt und wir gleichzeitig über ein neues Stadion-Projekt beraten. UEFA-Cup- und Champions League-Spiele müssen im großen Happel-Stadion austragen werden, und kritische Liga-Partien im Winter auch. Aber für den normalen Alltag bleibt das Horr-Stadion vorerst unsere Heimat."

Rothneusiedl nicht zwingend: Standort im 22. Bezirk wird geprüft
Für eine neue Heimstätte der Austria gibt es laut Laska von der Gemeinde eine Machbarkeits-Studie. "Drei unterschiedliche Standorte werden untersucht. Eine Variante ist das Happel-Stadion, weil es dort im Zuge des Umbaus die nötige Infrastruktur mit U-Bahn-Anschluss und Parkplätzen gibt. Eine weitere ist der 22. Bezirk in der Nähe des Flugfelds Apsern und die dritte ist die Möglichkeit Rothneusiedl im Süden der Stadt. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen."

Gespräche zwischen der Gemeinde und Austria Magna würden permanent geführt. "Die Stadt prüft die drei Optionen, für die Austria gilt Rothneusiedl als Favorit", sagt Kraetschmer klipp und klar. Und sollte die Präferenz aus irgendeinem Grund zum Scheitern verurteilt sein? "Dann werden wird uns um die nächste Möglichkeit kümmern", fügte der Austria-Manager gegenüber der APA hinzu. Das ist wie gesagt noch Zukunftsmusik, die sportliche Gegenwart heißt vorerst Real Saragossa und Rapid. Und für die wünscht sich Polster zu seinem 41. Geburtstag am (heutigen) Donnerstag einen Heimsieg.

(apa/red)

10.3.2005 12:09