US-Boys gewinnen Super G: Miller lässt in Lenzerheide wieder seine Klasse aufblitzen
- Miller und Rahlves ex aequo Erste, Maier 9., Raich 11.
- Super-G-Weltcup geht an Miller: Er fängt Maier noch ab
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Kjus siegt. Miller Zweiter. Benni Raich auf Rang 11.
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Bode Miller hat am Freitag beim Weltcup-Finale in Lenzerheide mit der Sonne um die Wette gestrahlt. Der Super-G-Tag in der Schweiz avancierte zum großen "Miller-Day" - der US-Amerikaner gewann ex aequo mit seinem Landsmann und Freund Daron Rahlves das Rennen und schnappte "Mr. Super G" Hermann Maier (Rang neun) im letzten Moment die Kleine Kristallkugel weg. Hinter dem US-Duo rettete Stephan Görgl mit Rang drei die ÖSV-Super-G-Ehre.
Millers Herausforderer Benjamin Raich kam nicht über Rang elf hinaus. Nach seinem 19. Weltcup-Sieg, dem ersten seit 13. Dezember 2004 (Slalom in Sestriere), und dem Gewinn der zweiten Kristallkugel seiner Karriere (Riesentorlauf 2004) zeigte sich der Doppelweltmeister von Bormio 2005 erleichtert und happy wie selten zuvor im Laufe des Winters.
"Cool, das war ein großer Tag. Ich muss aber zugeben, dass ich am Start sehr nervös war und der Kurs eine große Herausforderung ist", meinte Miller, der Gratulationen zu seinem ersten Gesamt-Weltcup-Sieg abwehrte. "Benni wird sicher nicht aufgeben. Mathematisch kann ich den Weltcup noch verlieren", so Miller nach dem Super-G-Thriller, bei dem die Top-19 nur durch 0,99 Sekunden getrennt waren.
Das "Rote Trikot" des Super-G-Leaders in letzter Sekunde ausziehen musste Hermann Maier. Der Salzburger, der mit 22 Super-G-Siegen und fünf Kleinen Kristallkugeln die Allzeit-Super-G-Wertungen überlegen anführt, zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte Miller im Zielraum direkt nach seiner Fahrt. Der "Herminator" weiß genau, woran es gelegen ist, die Batterien des Flachauers sind leer: "Seit Kvitfjell ist mir irgendwo die Explosivität verloren gegangen. Ich fühle mich sehr, sehr müde."
Die logische Folge war eine - für Maiers Super-G-Verhältnisse - verpatzte Fahrt. "Das war eine sehr schlechte Leistung. Und trotzdem bin ich nur 0,39 Sekunden hinter dem Sieger. Eigentlich unglaublich. Ich muss sagen: ich habe die Kugel sehr leichtfertig hergegeben." Maier tröstete sich aber mit seiner bereits reichen Kristallkugelsammlung (14 Stück). "Ich habe schon so viele Kugeln, für Miller war es erst die zweite. Insofern ist es nicht so schlimm", so Maier, der den Super G punkto Fahrzeit (Siegerzeit: 1:10,24) als "Kinder-Super-G" bezeichnete.
Die rot-weiß-rote Ehre gerettet hat Stephan Görgl, der nach seinem Sensationssieg in Beaver Creek Anfang Dezember für sein zweites Super-G-Topresultat sorgte. "Vom Gelände her war die Strecke hier mit der in Beaver Creek zu vergleichen. Nach den letzten, weniger rosigen Super-G-Ergebnissen hatte ich mir nichts erwartet. Jetzt bin ich überglücklich, dass ich noch einmal aufgezeigt habe." (apa/red)
| Ergebnis | |||
| 1. | Bode Miller | USA | 1:10,24 Min. |
| 1. | Daron Rahlves | USA | 1:10,24 Min. |
| 3. | Stephan Görgl | AUT | +0,05 Sek. |
| 4. | Marco Büchel | LIE | +0,07 |
| 5. | Kjetil-Andre Aamodt | NOR | +0,11 |
| 6. | Erik Guay | CAN | +0,14 |
| 7. | Michael Walchhofer | AUT | +0,18 |
| 8. | Tobias Grünenfelder | SUI | +0,37 |
| 9. | Hermann Maier | AUT | +0,39 |
| 10. | Lasse Kjus | NOR | +0,44 |
| 11. | Benjamin Raich | AUT | +0,52 |
| 12. | Andreas Schifferer | AUT | +0,77 |
| 13. | Didier Defago | SUI | +0,88 |
| 14. | Ambrosi Hoffmann | SUI | +0,89 |
| 14. | Francois Bourque | CAN | +0,89 |
| 16. | Mario Scheiber | AUT | +0,93 |
| 16. | Aksel Lund Svindal | NOR | +0,93 |
| 18. | Alessandro Fattori | ITA | +0,97 |
| 19. | Fritz Strobl | AUT | +0,99 |
| 20. | Konrad Hari | SUI | +1,05 |
| 21. | Christoph Gruber | AUT | +1,11 |
| 22. | Florian Eckert | GER | +1,22 |
| 23. | Bruno Kernen | SUI | +1,43 |
Ausgeschieden: Johann Grugger, Michael Gmeiner (beide AUT)
