Samstag, 19. März 2005

Handball: Hypo NÖ steht nach einem 31:32 in Ikast im Champions-League-Semifinale

  • Der Fünf-Tore-Vorsprung aus der ersten Partie reichte
  • Starke Leistung vor allem nach dem Seitenwechsel

Hypo Niederösterreich hat am Samstag in Herning das Viertelfinal-Rückspiel der Frauen-Champions-League gegen den dänischen Meister Ikast Bording zwar 31:32 (14:19) verloren, sich aber nach dem 32:27 im Hinspiel für das Semifinale qualifiziert. Die Däninnen hatten den Fünf-Tore-Rückstand aus der ersten Partie zur Halbzeit (19:14) egalisiert, in der zweiten Spielhälfte kämpfte sich das Team von Manager und Trainer Gunnar Prokop aber wieder heran und mit einem Gesamtscore von 63:59 in die Runde der letzten Vier.

Das Semifinale wird am Dienstag (11:00 Uhr) in der Wiener EHF-Zentrale ausgelost. Hypo gelang mit dem Aufstieg die Revanche für das 22:36-Debakel im vorjährigen Cupsieger-Final-Rückspiel.

Zu Beginn überzeugten beide Teams durch aggressive Deckungsarbeit und schnelles Konterspiel. Auch im Positionsangriff präsentierten sich die Hauptwerferinnen sicher im Abschluss. Bis zum Stand von 14:13 in der 25. Minute verlief die Partie völlig ausgeglichen. Es folgten drei unkonzentrierte Minuten der Niederösterreicherinnen, in denen Ikast auf 18:13 davon zog. Damit war der Fünf-Tore-Vorsprung von Hypo aus dem Hinspiel erstmals egalisiert. Verantwortlich für den 14:19-Rückstand der Prokop-Truppe zur Pause waren nicht zuletzt drei vergebene Siebenmeter. Logwin und Rotis (zwei Mal) scheiterten an der in Hochform agierenden dänischen Nationalteam-Torhüterin Karin Mortensen.

Exzellente Leistung von Torfrau Sanko
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Ikast schnell auf 22:15 und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Dank einer sensationellen Torhüterleistung von Sanko, die etwa 50 Prozent der gegnerischen Würfe parierte, und der mit elf Toren besten Hypo-Werferin Tanja Logwin drehte der achtfache Meistercup-Gewinner aber noch einmal auf. Innerhalb von sechs Minuten stellten die Niederösterreicherinnen von 15:22 auf 20:22 und zogen den Gastgeberinnen damit den Nerv.

"Entscheidend war unsere unglaubliche Kampfmoral und unsere sensationelle Torfrau", war der völlig erschöpfte Prokop überglücklich. "Noch dazu hatten wir mit Schinkarenko eine Kapitänin und Anführerin, wie man sie sich nur wünschen kann."

Ikast Bording - Hypo Niederösterreich 32:31 (19:14). Herning, 4.500, SR Fernandez-Pineiro/Villanueva (ESP).
Tore für Hypo: Logwin 11/5, Schinkarenko 6, Rotis 5/1, Bilobrk, Spiridon je 3, Nascimento 2, Löwy 1.
Beste Werferinnen Ikast: Hammerseng 11, Brödsgaard 7.

Hinspiel 27:32 - Hypo mit dem Gesamtscore von 63:59 im Semifinale.

(apa/red)

19.3.2005 21:06