Mittwoch, 9. März 2005

Finnischer Überflieger: Souveräner Ahonen holt sich den Gesamt-Weltcup

  • Lillehammer: Vierter Sieg in Folge für Hautamäki
  • Andreas Widhölzl als bester Österreicher auf Platz 10

Der Finne Janne Ahonen hat mit einem vierten Rang im Weltcup-Skispringen in Lillehammer seinen zweiten Weltcup-Gesamtsieg fixiert und den Vorjahrs-Titel erfolgreich verteidigt: Nach einem 137-m-Satz (neuer Schanzenrekord) im ersten Durchgang reichte es zwar nicht zum Tagessieg, aber drei Springen vor Schluss weist Ahonen schon 370 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Roar Ljökelsöy (NOR) auf. Der Finne Matti Hautamäki untermauerte seine derzeitige Hochform mit dem vierten Sieg en suite.

Die Österreicher enttäuschten, Andreas Widhölzl verbesserte sich vom 14. Rang nach dem ersten Durchgang aber noch auf Platz zehn und rettete damit die ÖSV-Serie: Bisher schaffte es bei jedem Saisonbewerb zumindest ein Österreicher in die Top Ten. In den Top 15 landeten auch Wolfgang Loitzl (13.) und Martin Höllwarth (14.), Thomas Morgenstern wurde 18.

"In Lillehammer waren die Burschen im Training, der Qualifikation und auch im Probedurchgang recht gut, ein bisschen hat uns auch das Glück gefehlt", meinte ÖSV-Cheftrainer Alex Pointner. Man sei im rot-weiß-roten Team aber nicht ratlos und lasse auch die Köpfe nicht hängen. "Ich habe nicht das Gefühl, dass wir schlecht hupfen. Es ist eine ähnliche Situation wie bei der WM." Schon im nordischen Ski-Mekka auf dem Holmenkollen von Oslo soll es wieder aufwärts gehen.

Für Martin Höllwarth, der bei der WM das Ziel "Weltcup-Gesamtrang zwei" vorgegeben hatte, wird es nun aber schwer werden, dieses zu erreichen. Der Tiroler fiel auch hinter Jakub Janda zurück und ist fünf Punkte hinter dem Tschechen Vierter, wobei "Hölli" die beiden abschließende Bewerbe nach Oslo in Planica nicht unbedingt entgegenkommen. Höllwarth fühlt sich auf Flugschanzen nicht allzu wohl.

Janne Ahonen hat seinen Weltcup-Gesamtsieg aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt. Die Basis dazu hatte der Großschanzen-Weltmeister mit sensationellen zwölf Saisonsiegen gelegt, eine Serie, die zuvor niemandem gelungen war. "Er ist der Springer, der es sich am meisten verdient hat", stellte auch Pointner fest.

Endklassement in Lillehammer:
1.Matti HautamäkiFIN281,3 (131,0/135,0)
2.Sigurd PettersenNOR271,0 (136,5/126,0)
3.Lars BystölNOR270,4 (132,0/128,5)
4.Janne AhonenFIN267,6 (137,0/122,5)
5.Michael UhrmannGER262,6 (130,0/127,0)
6.Roar LjökelsöyNOR261,8 (133,0/123,0)
7.Jernej DamjanSLO258,5 (130,0/125,0)
8.Andreas KüttelSUI258,4 (130,0/125,5)
9.Rok BenkovicSLO255,1 (131,5/123,0)
10.Andreas WidhölzlAUT247,6 (125,0/124,5)
11.Jakub JandaCZE245,4 (127,5/120,5)
12.Daiki ItoJPN243,9 (130,0/118,0)
13.Wolfgang LoitzlAUT239,4 (124,5/121,0)
14.Martin HöllwarthAUT239,0 (123,5/121,5)
15.Michael NeumayerGER238,3 (122,5/123,5)
16.Georg SpäthGER236,1 (123,5/121,0)
17.Björn Einar RomörenNOR235,3 (119,0/124,5)
18.Thomas MorgensternAUT234,9 (123,0/120,0)
19.Martin SchmittGER234,3 (120,0/123,5)
20.Tommy IngebrigtsenNOR232,0 (126,0/116,5)
21.Stephan HockeGER227,4 (123,5/117,0)
22.Adam MalyszPOL227,2 (125,0/114,0)
23.Andreas KoflerAUT226,7 (120,5/118,5)
24.Tami KiuruFIN224,8 (121,5/117,0)
25.Florian LieglAUT218,4 (119,5/116,0)
26.Simon AmmannSUI217,1 (117,5/117,0)
27.Noriaki KasaiJPN213,5 (123,0/109,5)
28.Emmanuel ChedalFRA211,5 (118,0/114,5)
29.Kalle KeituriFIN209,7 (117,5/114,0)
30.Janne HapponenFIN194,6 (116,5/108,0)


U.a. im ersten Durchgang out: Manuel Fettner (31.), Martin Koch (beide AUT/disqualifiziert)

(apa/red)

9.3.2005 19:31