Biathlon: Deutsche Andrea Henkel gewann
den Einzel-WM-Titel in Hochfilzen
- Silber an Chinesin Sun, Bronze für Norwegerin Tjörhom
- Anna Sprung nach sechs Fehlschüssen abgeschlagen
·Biathlon: 15 km an Deutsche Henkel
Österreicherin Sprung mit sechs Fehlschüssen
·Mayer gibt Fehler in
WM-Vorbereitung zu
Außer Rottmann keiner der
Biathleten läuferisch gut
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Österreicher aus Spital ent- lassen. Test für die Staffel
Andrea Henkel hat die Erfolgsliste der deutschen Damen bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Hochfilzen verlängert. Die Olympiasiegerin 2002, die nur als Ersatzfrau nach Tirol gereist war, gewann am Dienstag den 15-km-Einzelbewerb, nachdem am Wochenende ihre Landsfrau Uschi Disl zwei Mal Gold erobert hatte. Die 27-Jährige setzte sich am Internationalen Frauentag nach einem Fehlschuss mit 30,2 Sekunden Vorsprung auf die Chinesin Sun Ribo (2 Strafminuten) und 34,3 auf die Norwegerin Linda Tjörhom (1) durch und holte damit ihre erste Einzel-WM-Medaille. Für die Ramsauerin Anna Sprung blieb nach sechs Fehlschüssen nur Rang 43 (+6:37,7).
Henkel hätte die Leistungsdichte im deutschen Team beinahe den WM-Platz gekostet. "Wir sind sieben Läuferinnen, da muss man die ganze Saison Spitzenergebnisse bringen. Ich sollte gar nicht da sein, jetzt bin ich Weltmeisterin", sagte die vierfache Ex-Junioren-Weltmeisterin. Die Nominierung ins WM-Team erfolgte erst nach Erkrankung ihrer Freundin Martina Glagow, in Hochfilzen gab ihr DSV-Trainer Uwe Müßiggang nach mäßigen Leistungen von Simone Denkinger eine Chance. Henkel bedankte sich bei dichtem Schneefall mit Gold und beendete eine lange persönliche Durststrecke.
"Nach dem Olympiasieg habe ich zwei Jahre lang nicht wirklich viel auf die Beine stellen können, jetzt hatte ich das Glück, dass mir ein guter Tag einen Titel bringt", erklärte Henkel. Sie hat im Gegensatz zu Disl die Fortsetzung ihrer Karriere bis zu den Winterspielen 2006 bereits fix beschlossen.
Die Chinesin Sun Ribo lag bis zum letzten Schießen auf Goldkurs, ein Fehlschuss warf sie hinter Henkel zurück. Tjörhom holte in Abwesenheit der ihrer Form nachlaufenden Landsfrau Liv Grete Poiree, der vierfachen Weltmeisterin 2004, die Bronzemedaille. Für die Französin Sandrine Bailly, die schnellste Läuferin, blieb wegen dreier Strafminuten wie im Sprint nur Rang vier, 7,3 Sekunden hinter Tjörhom. Titelverteidigerin und Weltcup-Spitzenreiterin Olga Pylewa (RUS) landete an sechster Stelle (52,3/2).
Anna Sprung konnte mit der Platzierung außerhalb der Punkteränge nicht zufrieden sein. Das Liegend-Schießen erwies sich für die 29-Jährige mit insgesamt sechs Fehlschüssen (je 3) als Achilles-Ferse. "Das war echt großes Pech, die einzige Erklärung ist der Wind, ich habe zu wenig an den Rasten gedreht", meinte Sprung und sprach damit die Nachjustierung der Zieleinrichtung ihres Gewehrs an. Stehend ("Darüber habe ich mir eher Sorgen gemacht") blieb sie sogar fehlerfrei. Im Gegensatz zu Doppel-Weltmeisterin Disl, die ihre sechs Fehler im stehenden Anschlag sammelte und mit 5:09,1 Minuten Rückstand nur Rang 34 belegte. (apa)
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