Nach Leichtathletik-EM: Schwarzl kam mit positivem Denken zur Bronzemedaille
- Feier mit Freunden und dem tschechischen Team
- Ziele für 2005 auch durch Medaille nicht verschoben
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Medaille nur knapp
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Roland Schwarzl bleibt trotz Höchstleistungen auf dem Boden. Die EM-Bronzemedaille mit dem ÖLV-Rekord von 6.064 Punkten im Siebenkampf bei den Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften in Madrid sind kein Grund, die Ziele für 2005 neu zu formulieren. "Ich habe mir im Zehnkampf 8.200 bis 8.250 Punkte vorgenommen. Ich bleibe bescheiden", sagt der 24-Jährige, der seinen Medaillengewinn in der spanischen Metropole erst mit dem Team und den Freunden und dann mit der tschechischen Mannschaft, mit der ihm viele gemeinsame Trainingsstunden verbinden, feierte.
Am Tag nach dem auch international beachteten Sensationscoup taten Schwarzl zwar "die Beine weh. Aber dem Rücken geht's relativ gut." Der hat ihm in der Vorbereitung behindert und auch während der EM Schmerzen verursacht. "Aber von Bewerb zu Bewerb habe ich immer weniger gespürt." Der in Lienz geborene, in Oberdrauburg aufgewachsene und in Salzburg-Rif mit seiner Frau Sandra lebende Mehrkämpfer ("Ich bin schon eher ein Kärntner, hab' da ja lange gelebt") weiß selbst, dass seine Leistung als "Sensation" einzustufen ist. Er steigerte seine persönliche Bestleistung gleich um 330 Punkte. "Man muss nur positiv denken, dann kann alles in Erfüllung gehen."
Hinter den 6.064 Punkten stehen zahlreiche persönliche Bestleistungen: zum einen hat er die besten Leistungen im Zuge eines Siebenkampfes erzielt. Zum anderen bedeuten die 2:42,76 Minuten über 1.000 m, die 7,15 Sekunden über 60 m und die 1,97 m im Hochsprung neue persönliche Hallenrekorde, mit 8,16 Sekunden über 60 m Hürden und 5,20 m im Stabhochsprung hat er seine Bestleistungen eingestellt.
"Ich habe mir selbst nicht gedacht, dass ich einen so guten Wettkampf habe, aber es war ja auch höchste Zeit", so Schwarzl, der dafür bekannt ist, im Ernstfall über sich hinaus zu wachsen. Wie er auch bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr in Athen als Zehnter eindrucksvoll bewiesen hat. Waren in Madrid sieben Leute als Fans an seiner Seite, dürfen es für die Freiluft-Weltmeisterschaften im August in Helsinki ruhig ein paar mehr sein. "Es gibt einen Erki-Nool-Fanklub, vielleicht gibt es ja auch bald einen für Roland Schwarzl", startete der 1,99 m große und 94 kg schwere Modellathlet gleich einmal einen Aufruf.(apa)
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