Übernimmt Jörg Haider wieder die FPÖ? Parteichefin Haubner gibt sich bedeckt
- "Wenn er will, werden wir ernsthaft darüber reden"
- Zu Mölzer: "Zeit der Heckenschützen muss vorbei sein"
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FPÖ-Obfrau Haubner hält sich bedeckt in der von ihrem Bruder LH Haider wieder aufgeworfenen Frage seiner Rückkehr an die Parteispitze. Mehr als dass man in den Gremien "sicher ernsthaft darüber reden" werde, ließ sie sich am Sonntag in der "Fernseh"- Pressestunde nicht entlocken. Priorität habe, die Partei aus ihrer schwierigen Situation herauszuführen.
Die Entscheidung, wer die Partei führen wird, sei erst der "zweite Schritt". Der erste Schritt sei, "wie positionieren wir uns inhaltlich". Auf die Frage, ob sie den Obfrau-Sessel für Haider räumen wird müssen, ließ sich Haubner nicht ein: Haider sei für sie "einer unserer wichtigsten Spieler. Es wird daher nicht gelingen, irgendetwas zwischen mich und Jörg Haider hineinzuschieben".
Der vorgezogene Parteitag der FPÖ wird laut Haubner am 23. oder 26. April stattfinden. Sie geht von einer "überwältigenden Mehrheit" für das angekündigte neue Programm aus. Sollte das nicht der Fall sein, sei sie "natürlich auch nicht mehr Parteiobfrau dieser Partei".
"Die Zeit der Heckenschützen muss endgültig vorbei sein", erklärte sie zur Distanzierung von der Gruppe um Andreas Mölzer und Ewald Stadler. Die Distanzierung will Haubner nicht als eine von einem "Lager" verstanden haben. Es gehe "um einzelne Personen, die im Sinne von destruktiv immer Querschüsse geben". Den Wiener Obmann Strache warnte Haubner, er müsse "mit ganzer Kraft mit einer geschlossenen Landespartei" in die Wiener Wahlen gehen.
Haubner räumte zwar ein, dass es "etwas turbulenter" zugehe in der Partei, aber sie fand auch lobende Worte für sich selbst: Ihr Konsolidierungskurs als Obfrau sei "bis jetzt sehr erfolgreich" gewesen. Regierungsmannschaft und Klub seien "sehr gut aufgestellt."
Der freiheitliche EU-Abgeordnete Mölzer sich nicht als "Heckenschütze" innerhalb der FPÖ. Er betonte, die "Verwirrung" in der FPÖ sei "groß". Für SPÖ und ÖVP ist auch jetzt ein Ende der schwarz-blauen Regierungskrise keineswegs in Sicht.
(apa)
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