Rückzieher nach "Crash-Szenario"-Sager: Vizekanzler relativiert Aussage zur Koalition
- Gorbach vorsichtig: 'Ich habe das sehr generell gemeint'
- FP-Mann sprach ursprünglich über Bruch der Koalition
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FPÖ neu: Bundeskanzler Schüssel bleibt gelassen
Vizekanzler Hubert Gorbach schwächt seine Aussage über ein "Crash-Szenario" für die Koalition angesichts der anhaltenden FPÖ-Krise ab. In einem Zeitungs-Bericht hatte Gorbach erklärt, "zu sagen, es gibt kein Crash-Szenario, wäre unehrlich. Ich bin Realist. Es kann immer wieder einmal was passieren. Zum Beispiel eine Wahl, die schlecht ausgeht und es dann wieder heißt: Die Bundespartei ist schuld, es geht nicht mehr". Nun versuchte Gorbach in einem Radio-Interview am Freitag einen Teilrückzug, indem er meinte, seine Aussage habe sich nicht auf die jetzige Situation bezogen, sondern sei "generell" gemeint gewesen.
Gorbach im Radio-Morgenjournal des ORF: "Ich habe auf die dezidierte Nachfrage des Journalisten, ob ich das für die Zukunft innerhalb der Regierungskonstellation ausschließen kann, erklärt, das kann man nicht ausschließen. Ich habe das sehr generell gemeint, eben sehr ehrlich".
In der "Kleinen Zeitung" hatte Gorbach erklärt, beim für Mitte April angekündigte Parteitag müsse sich die FPÖ entscheiden, wer sie sei: "Sind wir Regierungspartei oder Opposition." Auch die Frage des Spitzenkandidaten für die nächste Wahl werde Thema sein. Wer das sein soll, wollte der Vizekanzler nicht verraten. "Da habe ich meine Vorstellungen, aber die werde ich sicher nicht in der Öffentlichkeit ausbreiten. Es könnte auch sein, dass man sich festlegt, die Wahl aber aus taktischen Gründen noch nicht öffentlich macht." (apa)
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