Haider droht eigenen Parteileuten: Ohne Neugründung "wird sich etwas ereignen"!
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Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hat Dienstagabend in einem TV-Bericht den eigenen Parteileuten gedroht, dass sich, sollte es zu keiner Neugründung der FPÖ kommen, "in absehbarer Zeit etwas ereignen wird". Neuerlich sprach Haider von einer "neuen Bewegung in Österreich, die den Menschen Antworten auf ihre Fragen gibt, wie man soziale Existenz und Arbeitsplätze schaffen kann und wie man den negativen Auswirkungen der Globalisierung entgegen treten kann". Haider weiter: "Im Zweifelsfall wird eine große Mehrheit der Abgeordneten diesen Schritt" einer Neugründung der FPÖ mit machen".
Angesprochen auf eine eigene Liste Haider sagte der Alt-Parteichef in der "ZiB2" des ORF, "das ist ein Vorschlag, über den sich die FPÖ unterhalten soll. Man müsse bedenken, dass die FPÖ so viele positive Dinge in die Koalition eingebracht habe, die '"durch eigene Unzulänglichkeiten kritisierender Funktionäre zunichte gemacht" worden seien. Dabei nannte Haider das Kindergeld oder die Steuerreform. "Ohne die FPÖ wäre da nix passiert". Es gehe auch darum, dass "wir uns nicht länger ständig von Leute, die eine negative Kompetenz und negative Energie haben, bremsen lassen sollen. Das schadet letztlcih dem Erfolg für Österreich".
Zuvor hatte der freiheitliche Europaabgeordnete Andreas Mölzer seinen Ausschluss aus dem FPÖ-Vorstand als "bizarren Vorgang" bezeichnet. Er hoffe, dass es nicht notwendig sei, die FPÖ neu zu gründen. Das Ziel könne ja nicht sein, dass es heiße Partei neu, dann brandneu und dann nagelneu. Er warne jedenfalls vor einer Spaltung. Ob er mit Ewald Stadler eine FPÖ alt weiterführen würde? - Mölzer: "Ich werde überhaupt keine Partei führen". (apa/red)
