Trauerort in Mosul wieder beschossen: Kurz nach Selbstmordattentat bei Begräbnis
- Angehörige verzichten jetzt auf gemeinsame Beerdigung
- Geistliche: Es darf keine Spaltung der Moslems geben
·Wieder Anschlag im Irak: 47 Tote in Mosul
Selbstmord-Anschlag bei schiitischem Begräbnis
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Wenige Stunden nach dem blutigen Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in der nordirakischen Stadt Mosul ist der Anschlagsort Freitag Früh mit einer Mörsergranate beschossen worden. Die Angehörigen verzichteten daraufhin auf die ursprünglich für Freitag geplante gemeinsame Beerdigung der Toten. Der schiitische Prediger Yassem Mohammed sagte, die Opfer sollten nun einzeln bestattet werden. Bei dem Anschlag während einer schiitischen Trauerfeier waren am Donnerstag 47 Menschen getötet und 81 weitere verletzt worden.
Als Antwort auf das Attentat forderte der schiitische Geistliche Mohammed Hussein Hakim die rasche Bildung einer irakischen Regierung. Nur eine Beschleunigung des politischen Prozesses könne für ein Ende der Gewalt sorgen, sagte der Sohn des einflussreichen Großayatollahs Mohammed Said Hakim in Najaf.
Ein Vertrauter des schiitischen Würdenträgers Großayatollah Ali Sistani verurteilte den Anschlag, rief aber gleichzeitig zur Ruhe auf. Das wirksamste Mittel gegen die anhaltenden Anschläge auf Zivilisten seien die "Einheit und Solidarität aller Iraker". Auch sunnitische Geistliche verurteilten die Tat und erklärten, es dürfe jetzt nicht zu einer Spaltung unter den Moslems kommen. (apa/red)
