Abbas rechnet mit baldiger Waffenruhe: Einigung bei Treffen am Dienstag erwartet
- "Keine radikalen Meinungsverschiedenheiten"
·Konsens unter den Palästinensern
Vorerst keine Angriffe gegen Israel beschlossen
·Palästina: Kontrolle über einige Städte
Mofaz und Abbas einigten sich bei neuem Gespräch
·Gaza-Rückzug: Um- fragen für Sharon!
Abstimmung des Likud-Zentralkomitees ungültig
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas rechnet damit, dass sich die verschiedenen Palästinenserorganisationen in der kommenden Woche auf eine formale Waffenruhe mit Israel einigen. Es gebe keine "radikalen Meinungsverschiedenheiten", und das geplante Treffen der Palästinensergruppen am Dienstag in Kairo "sollte die derzeitigen Bemühungen" mit einer Einigung krönen, sagte Abbas am Freitag in Gaza.
Abbas hatte den Palästinensgruppen im Jänner eine Waffenruhe mit Israel abgerungen. Auf dieser Grundlage vereinbarte er bei einem Gipfeltreffen mit dem israelischen Regierungschef Ariel Sharon Anfang Februar im ägyptischen Sharm el Sheikh einen Waffenstillstand zwischen Israelis und Palästinensern. Die Friedensbemühungen erlitten jedoch einen Rückschlag, als sich ein palästinensischer Attentäter Ende Februar in der israelischen Küstenstadt Tel Aviv in die Luft sprengte und mehrere Israelis mit in den Tod riss.
Der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz zeigte sich indes zufrieden mit seinen Sicherheitsgesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak. Die Politiker hatten sich im ägyptischen Sharm el Sheikh über die sicherheitspolitische Rolle Ägyptens nach dem für dieses Jahr geplanten Rückzug Israels aus dem Gazastreifen unterhalten. Es habe Einvernehmen in allen Bereichen hinsichtlich der Truppenstationierung und der Koordinierung gegeben sowie darüber, dass Ägypten den Waffenschmuggel in den Gazastreifen verhindern müsse, sagte Mofaz. Israel plant den Abzug seiner Truppen aus dem Gaza-Streifen sowie die Räumung aller jüdischen Siedlungen mit ihren insgesamt 8000 Bewohnern.
(apa)
